
Um konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen tschechischen und bayerischen Sozialdemokraten ging es bei einem Besuch von MdL Reinhold Strobl in Karlsbad. Gemeinsam mit dem früheren Bürgermeister von Illertissen, Karl-Heinz Brunner, weilte er am Samstag im Auftrag des SGK-Landesvorstandes Bayern(Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik e.V.) in Karlsbad, um dort Gespräche mit tschechischen Kommunalpolitikern zu führen.
Karl-Heinz Brunner hatte vor Jahren die Städtepartnerschaft zwischen Loket und Illertissen begründet. Bei den Gesprächen ging es vor allem Themen wie Tourismus, Kontakte zwischen den Kommunen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen deutschen und bayerischen Sozialdemokraten.
Vom 24. Mai bis 24. September findet in Marktredwitz und Cheb/Eger eine grenzenlose Gartenschau statt. Der Zentralbereich der Gartenschau liege dabei im Egertal, in einem altstadtnahen, im Moment fast vergessenen Parkgelände. Ziel der Gestaltungsmaßnahmen sei die Sanierung der Bereiche unterhalb der Burg und die Umnutzung der jenseits der Eger gelegenen Brühwiesen. An beiden Standorten biete die "Grenzenlose Gartenschau" ein hochwertiges und breitgefächertes Informations- und Kulturprogramm mit vielen Aktionen für Jung und Alt und einem speziellen Angebot für Kinder. In diesem Zusammenhang wurden Strobl und Brunner von Marian Odlevak darüber informiert, dass er noch immer eine deutsche/bayerische Brauerei suche, die bereit sei, Getränke nach Eger zu liefern und sich mit einem Zelt zu beteiligen. Reinhold Strobl versprach, diese Information weiterzugeben. Interessenten können Unterlagen im Bürgerbüro (Tel. 09622-703636, E-mail: reinhold.strobl@bayernspd-landtag.de) anfordern.
Interessant war die Information, dass inzwischen viele Tschechen auch nach Deutschland zum Einkaufen fahren. Hier spiele durchaus auch der Preis und die Qualität eine große Rolle. Auch in Tschechien seien die Lebenshaltungskosten inzwischen teurer geworden. Ein interessanter Bereich für die deutsche Seite wäre auch der Tourismus. Hier könnte man sich auf tschechischer Seite eine größere Werbung für die Sehenswürdigkeiten in Bayern vorstellen. Sibyllenbad könnte in Tschechien noch bekannter gemacht werden. Im Bereich des Golfsports funktioniere die Information bereits. Bayerische Golfplätze seien auch bei den Golfspielern in Tschechien bekannt. In Karlsbad haben sich auch viele Bürger (aus dem Bereich der Wirtschaft) aus der Sowjetunion eingekauft. Diese Sowjetbürger könnten derzeit ihr Geld noch nicht in Deutschland und den grenznahen Regionen ausgeben, da sie nicht einmal ein Tagesvisum für Deutschland bekommen würden.
Ein weiterer Punkt war ein evtl. Praktikantenaustausch zwischen Kommunalverwaltungen und Tourismusbehörden. Vaclav Vesely und Marian Odlevak könnten sich durchaus vorstellen, dass von deutscher Seite jemand eine Woche in Karlsbad verbringt und dort die Möglichkeiten des Tourismus erkundet. Reinhold Strobl wies auf die Sehenswürdigkeiten in Ostbayern hin. Der "Monte Kaolino" z.B. sei hier einmalig auf der Welt. Die SPD habe hier schon zwei Mal ihren "SPD-Cup", zuletzt auch mit Teilnehmern aus Tschechien und Österreich durchgeführt. Wegen größerer Umbauarbeiten sei die Durchführung in diesem Jahr noch ungewiß. Angedacht wurde ein deutsch-tschechisches Forum der Sozialdemokraten in den jeweils grenznahen Regionen.
Bild:
Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Sozialdemokraten aus Bayern und Tschechien standen wirtschaftliche Themen und der Tourismus. Unser Bild zeigt v.l.n.r.: MdL Reinhold Strobl, Vaclav Vesely, Thomas Zuckermann und Karl-Heinz Brunner.
