„Von der FDP/CSU-Regierungskoalition haben die bayerischen Kommunen nichts Positives zu erwarten.“ Dieses Fazit zog der kommunalpolitische Sprecher der SPD Oberpfalz, MdL Reinhold Strobl bei einem Treffen von sozialdemokratischen Kommunalpolitikern in der Wolfringmühle in der Gemeinde Fensterbach.
Es bestehe die Gefahr, dass die finanziellen Probleme weiter den Kommunen aufgebürdet werden und notwendige Verbesserungen in den Bereichen Kinderbetreuung, Bildung und Infrastruktur voll zu Lasten von Städten, Landkreisen und Gemeinden gingen. Das Konnexitätsprinzip, so Strobl, dürfe aber nicht nur eine reine Alibifunktion haben. Von einer Erhöhung der Verbundmasse – wie es den kommunalen Spitzenverbänden zugesagt wurde – sei keine Rede mehr.
Der von örtlichen CSU-Mandatsträgern aufgegriffene SPD-Vorschlag, die Bahntrasse Nürnberg-Schwandorf-Furth i.Wald auszubauen, finde sich in der Koalitionsvereinbarung leider nicht. Es bestehe weiterhin die Gefahr der Schließung von Hauptschulen. Die Entwicklung der ländlichen Regionen spiele in der Koalitionsvereinbarung so gut wie keine Rolle, bedauerte Strobl.
Bezirksrat Richard Gaßner erinnerte daran, dass die SPD mit einem umfangreichen Programm in die Wahl gegangen sei. Es gelte, dies nun auf den Weg zu bringen. An oberster Stelle stehe eine Mitgliedschaft der KrankenhausGmbH beim Kommunalen Arbeitgeberverband, damit für die Beschäftigten der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes gelte.
Außerdem sei der SPD sehr daran gelegen, dass der begonnene Neubau eines zentralen Klinikgebäudes in Wöllershof zügig fertig gestellt werde und für diese äußerst wichtige Baumaßnahme auch Mittel des Freistaates Bayern zur Verfügung gestellt würden. Ein regionaler Schwerpunkt im Raum Amberg-Schwandorf-Neumarkt sei die Errichtung einer Kinder- und Jugendpsychiatrie am Kinderklinikum in Amberg.
Richard Gaßner geht davon aus, dass im Jahr 2009 mit einer Institutsambulanz begonnen wird und später eine Tagesklinik eingerichtet wird. Die SPD-Fraktion im Bezirkstag habe sich neu aufgestellt. Norbert Hartl sei stellvertretender Bezirkstagspräsident von Franz Löffler geworden, welcher auch mit den Stimmen der SPD einstimmig gewählt wurde.
Seine Stellvertreterin als Fraktionsvorsitzender sei nun Bezirksrätin Brigitte Scharf aus Erbendorf.
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