- Millionen für Fußball-WM verschleudert
- Schulsportzuschüsse ersatzlos gestrichen
Einem Bericht der Amberger Zeitung zufolge, hatte Anfang März der Vorsitzende des Arbeitskreises „Sport in Schule und Verein“ berichtet, dass die Amberger Schulsportler mit Beginn des neuen Schuljahres künftig Ihre Teilnahme an den Regionalentscheiden selbst tragen müssten.
„Die Regierung der Oberpfalz habe mit Beginn des aktuellen Schuljahres ihre Zuschüsse auf Geheiß der im Kultusministerium angesiedelten Landesstelle für Schulsport komplett eingestellt“, so die Zeitung. Verschiedene Amberger Gymnasien hätten daraufhin ihre Teilnahme am „Jugend trainiert für Olympia“-Wettbewerb abgesagt.
In seiner Antwort an Strobl bestätigte nun der Kultusminister, dass die Fahrt- und Verpflegungskosten für alle Regionalausscheidungen und Bezirksfinalwettbewerbe vom Ministerium ersatzlos gestrichen wurden. Die Übernahme sei eine freiwillige Leistung gewesen, die nun nicht mehr erbracht werden könne.
„Hier wird mal wieder auf Kosten der Jugend gespart“, so Strobl, „Auf der einen Seite wird zurecht beklagt, dass die Schülerinnen und Schüler zu wenig Sport betreiben, was weitreichende gesundheitliche Folgen habe, auf der anderen Seite aber wird den Sportlern kurzerhand der Geldhahn abgedreht.
Da wurden vom Kultusministerium ohne mit der Wimper zu zucken Millionen von Euro durch die stümperhafte Planung der WM in den Sand gesetzt, beim Schulsport aber ist selbst die ohnehin geringe Summe von 65.000 Euro für ganz Bayern nicht mehr drin. Da passt doch einiges nicht zusammen.“
„Für die Schulen und die Sportler wäre es wichtig, den sportlichen Ehrgeiz der Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu unterstützen, statt hier den finanziellen Knebel anzusetzen“, so der Schnaittenbacher Politiker weiter,
„Diese Entscheidung muss im kommenden Haushalt revidiert werden, damit die jungen Menschen in der Oberpfalz wieder motiviert werden und die nötige Planungssicherheit für ihre sportlichen Aktivitäten erlangen. Da können sie nicht auf den Sankt Nimmerleinstag warten, dass sich ‚neue finanzielle Möglichkeiten‘ ergeben, wie der Minister das in seiner Antwort an mich formuliert hat.“
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