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30 Jahre Landesarbeitsgemeinschaft Entwicklungshilfe Mali e.V. (LAG)

Veröffentlicht am 18.10.2012 in Presse

Landesarbeitsgemeinschaft Entwicklungshilfe Mali e.V. feiert 30igsten Geburtstag. Handeln statt Feiern heißt es im Jubiläumsjahr

Schnaittenbach/Nürnberg

Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 engagiert sich die Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Entwicklungshilfe Mali e.V. (kurz: "LAG Mali e.V."), deren zweiter Vorsitzender der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) ist, nach dem Grundsatz der "Hilfe zur Selbsthilfe“. Leider gebe es im Jubiläumsjahr wenig zu feiern, bedauert Strobl zusammen mit Adolf Schatz, ebenfalls Mitglied im Vorstand der LAG Mali sowie Petra Schilling. Nach dem Militärputsch im Frühjahr dieses Jahres und den damit zusammenhängenden politischen Unruhen in Mali werde die Hilfe schwieriger. Dazu komme noch, dass es aufgrund einer Dürre im letzten Herbst zu massiven Ernteausfällen kam. Grund zum Aufgeben gebe es allerdings nicht. „Wir können nach wie vor aktuelle Projekte weiterführen und entwickeln neue Strategien in der Entwicklungsarbeit“, so Strobl.

Wie geht es weiter?

Nach dem Militärputsch im März 2012 durch Offiziere der malischen Armee arbeitet die LAG Mali nun verstärkt mit malischen Nichtregierungsorganisationen der Zivilgesellschaft zusammen.

Aufgrund der Dürre in der Westafrikanischen Sahelzone kam es im letzten Herbst zu großen Ernteausfällen, von denen auch Mali stark betroffenen war. „Das bedeutet, dass die ohnehin mageren Getreidevorräte früher aufgebraucht sein werden als bisher.“ Auch ein Grund, warum sich die LAG Mali nicht aus dem Krisenstaat zurückgezogen habe. „Wir sind entschlossen, unsere Hilfe zur Selbsthilfe im ländlichen Raum fortzusetzen. Die Menschen dort brauchen unsere Hilfe nun mehr denn je“, bekräftigt der Abgeordnete.

Aktuelle Projekte

Ende April 2012 hat die LAG Mali vier neue Projekte mit dem Ziel der Ernährungssicherung begonnen. Trotz aller politischen Wirren sind fünf Tonnen Getreide im Juli 2012 in Kita, einer Kleinstadt im Süden Malis angekommen. Damit konnten fünf besonders betroffene Gemeinden mit Getreide versorgt werden. „Die aktuelle Versorgungssituation ist aufgrund der schlechten Erntesaison 2011/2012 sehr kritisch“, äußert sich Strobl besorgt. „Mit der Getreidelieferung konnten wir die Vorräte der bestehenden Getreidebanken aufstocken und so Schlimmeres verhindern“. Getreidebanken sind örtliche Lagerhäuser für Getreide, das mit Hilfe von Fonds auf Vorrat gekauft und eingelagert wird. In Zeiten des Mangels kann die Dorfbevölkerung dort Getreide zu einem niedrigen Preis kaufen.

Kleine Projekte mit großer Wirkung

„Die Getreidebanken sind eines der vielen Beispiele, die zeigen, dass Hilfe zur Selbsthilfe wie sie die LAG Mali e.V. versteht, langfristig zum Erfolg führt und die Menschen Schritt für Schritt aus der Armut führen kann“, so Strobl. Alle Projekte der LAG Mali e.V. bewegen sich in einem bescheidenen finanziellen Rahmen. Hinter allen Initiativen stehen die Menschen vor Ort, Familien mit Kindern, Frauen, die versuchen durch Gemüseanbau in Gemeinschaftsgärten, die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern. Strobl: „Die Einkünfte daraus sind in unseren Augen zwar gering, aber in Mali können damit Kleidung, Medikamente, Schulgebühren für die Kinder bezahlt werden. Vor allem aber sichert der Gemüseanbau eine gesündere und sichere Ernährung und gibt den Frauen ein Stück Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.“

Spendenkonto: RaiffeisenVolksbank Fürth, BLZ: 762 604 51, Konto: 59.005

Bild:
Frauen und Männer am Brunnen

Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax: 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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