„Schule braucht gute Musiklehrer“ – Forderung des Bayerischen Musikrates nimmt MdL Reinhold Strobl zum Anlass beim Kultusministerium nachzufragen, welche Maßnahmen die Bayerische Staatsregierung plane, um die Aus- und Fortbildung von Musiklehrern zu verbessern.
Das Motto im Rahmen des Aktionstages des Arbeitskreises der Musikdidaktiker an bayerischen Musikhochschulen Anfang Juni 2011 lautete „Schule braucht gute Musiklehrer“. Dr. Thomas Goppel, MdL und Präsident des Bayerischen Musikrates trifft in seiner Einladung Anfang Juni 2011 eine entscheidende Aussage: „Gute Musiklehrer kann es nur geben, wenn die Rahmenbedingungen für deren Aus- und Fortbildung stimmen…“
Strobl: „Diese Aussage kann ich nur unterstreichen. Deshalb habe ich mich an das Kultusministerium gewandt, um nachzufragen, welche konkreten Maßnahmen denn die Bayerische Staatsregierung plane, um die Aus- und Fortbildung von Musiklehrern zu verbessern. Mich interessierte auch, ob es möglich sei, mehr Unterrichtseinheiten an bayerischen Schulen zur Verfügung zu stellen.“
Die Antwort des Kultusministeriums sei ernüchternd und deren Hauptaussage lasse sich kurz zusammenfassen.
Strobl: „ Die musikalische Bildung unserer jungen Menschen wird meist privat oder über die Kommunen finanziert“. Derzeit unterrichteten ca. 5.000 Musikschullehrkräfte, die über den Verband der Bayerischen Sing- und Musikschulen organisiert seien, 180.000 Kinder und Jugendliche.
Der Verband werde derzeit mit ca. 10.5 Millionen Euro durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt. Damit könne der Verband lediglich 9,5% der Personalkosten decken. Der erheblich größere Anteil werde kommunal und von den Eltern getragen. Bemühungen des Verbandes, den staatlichen Zuschuss zu ändern, seien aufgrund der aktuellen Haushaltslage nicht möglich „Ich fürchte, dass angesichts der klammen Kassen der Kommunen in Zukunft die musikalische Bildung unserer jungen Leute noch mehr auf die Familien abgewälzt werden wird.
Die Staatsregierung nimmt sich damit aus der Verantwortung, sich für eine umfassende und musische Bildung unserer jungen Menschen einzusetzen.“
MdL Reinhold Strobl