
<strong>Landkreiseinnahmen ermöglichen nicht alle Ausgabenwünsche.
Im Berggasthof zu Ebermannsdorf traf sich am 19. September der SPD Kreisvorstand zu seiner 2. Sitzung.

<strong>Landkreiseinnahmen ermöglichen nicht alle Ausgabenwünsche.
Im Berggasthof zu Ebermannsdorf traf sich am 19. September der SPD Kreisvorstand zu seiner 2. Sitzung.
Josef Flierl berichtete als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion über die dortige Arbeit. So habe man erreicht, dass bei der Vergabe von Aufträgen für die Ertüchtigung der Wertstoffhöfe verschiedene Planungsbüros zum Zuge kommen.
Wenn die Verbesserungsarbeiten in den Wertstoffhöfen von Ammerthal, Freihung und Ensdorf abgeschlossen sind, werde man neu prüfen müssen, ob die Abfallgebühren weiter gesenkt werden können.
Ein weiterer Punkt waren die sogenannten freiwilligen Leistungen.
Richard Gaßner wies darauf hin, wenn Bürgermeister im Kreis Ausgaben beschließen, dann sollten sie wissen, dass doch letztlich die Gemeinden über die Kreisumlage alles bezahlen. Weil Bund und Land ihre versprochenen finanziellen Zusagen nicht einhalten, ist z.B. die Einstellung der dringend benötigten Sozialpädagogen an den Schulen nicht möglich.
Auch sind nicht alle Wünsche des neuen Kreisbrandmeisters zu erfüllen. Und wenn es immer heißt, dass die Wirtschaft ja wieder boome, so könne er nur sagen, dass man in den Gemeinden von höheren Einnahmen noch nichts merke.
Weiten Raum nahm in der Diskussion auch die Überprüfung der Windkraftstandorte durch den regionalen Prüfungsverband ein. Man war sich einig, dass man sich die Planungshoheit der Gemeinden nicht so einfach wegnehmen lasse, vor allem dann nicht, wenn man schon viel Geld ausgegeben habe.
Dieter Hauenstein von der BRK Rettungsleitstelle am Sulzbacher Krankenhaus war gekommen, um die Anwesenden zu überzeugen, dass der Landkreis ein Drittel der 45 000 €, die beim neuen Einsatzwagen noch fehlen, übernehmen soll. Dabei beklagte er auch die Ungleichbehandlung von Feuerwehren und Rettungsdiensten.
Reinhold Strobl wies noch auf die kommenden Beratungen zum Nachtragshaushalt in Bayern hin. Die SPD werde fordern, dass das Personal bei Finanzämtern, in den Strafanstalten und der Polizei aufgestockt wird.
Auch die Gemeinden brauchen mehr Geld für ihre Infrastruktur. Mit mehr Personal in den Finanzämtern lassen sich die Einnahmen des bayerischen Staates entschieden verbessern, ganz ohne Steuer- oder Abgabenerhöhungen. Das würde auch zu mehr Steuergerechtigkeit beitragen.
Ursula Fuchs
Pressebeauftragte
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