Einen angemessenen Anschluss der Oberpfalz an das überregionale und europäische Bahnnetz fordern die vier oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl, Annette Karl, Margit Wild und Franz Schindler. Die Bayerische Staatsregierung müsse sich in diesem Sinne dafür einsetzen, dass dies im Bundesverkehrswegeplan entsprechend vordringlich berücksichtigt wird.
Hintergrund ist, dass zwar seit vielen Jahren die Bedeutung der oberpfälzer Streckenabschnitte im nationalen wie internationalen Bahnnetz hervorgehoben werden, faktisch jedoch die notwendigen Verbesserungen nicht vorankommen. „Im Güter-, wie im Personenverkehr der Bahn hinkt die Oberpfalz weit hinter anderen Regionen her“, betonen die Abgeordneten. „Allein der Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Hof und Regensburg im Sinne eines Hochleistungskorridors des Güterverkehrs sind unstrittig. Oder die fehlende Anbindung an den Großflughafen München. Trotzdem bewegt sich dort, wie auch auf anderen Teilstrecken seit Jahren nichts“.
„Um die Wettbewerbsfähigkeit der Oberpfalz als wirtschaftlich wachsendes Strukturgebiet des ländlichen Raums zu erhalten und zu steigern, bedürfe es einer leistungsstarken Anbindung an das europäische Bahnnetz sowie einer angemessenen Möglichkeit für Pendler die Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsstätten zu erreichen“, heißt es in dem Antrag der Abgeordneten. „Außerdem ist eine Verbesserung der Schienenverkehrsstruktur für die ganze Region wünschenswert und zwingend notwendig, um das touristische und wirtschaftliche Potential der Region auszuschöpfen“.
Der Abgeordnete Strobl betont, dass durch die jahrzehntelange Vernachlässigung des nationalen Schienennetzes sich der Güterverkehr zunehmend auf die Straße verlagert, wenn die Schiene den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. „Das kann nicht Sinn einer vernünftigen Verkehrspolitik sein“, so Strobl. „Im Gegenteil wir müssen aus energiewirtschaftlichen wie umweltpolitischen Gründen mehr Güter auf die Schiene verlagern. Mit Gigalinern auf deutschen Autobahnen ist einer zukunftsweisenden Verkehrspolitik nicht geholfen“.
Doch neben dem Ausbau des Schienennetzes müsse nach Ansicht der Abgeordneten auch der Ausbau der Bahnhöfe, die Verbesserung der eingesetzten Züge oder ein umfassenderes Serviceangebot in der Oberpfalz forciert werden. „Von der Barrierefreiheit über die P+R-Parkplätze bis hin zur Nachrüstung von unbeschrankten Bahnübergängen ist mittlerweile ein Riesendefizit entstanden, das endlich angegangen werden muss“, betonen die Abgeordneten, „Daher werden wir immer wieder bei der Staatsregierung anmahnen, bis sie sich auch im Bund endlich im Sinne der Oberpfalz stark macht.“
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