In Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Auerbach und Hirschau finden auch in diesem Jahr wieder am Vormittag des 1. Mai Kundgebungen des DGB statt. Der SPD-Kreisvorsitzende MdL Reinhold Strobl fordert alle SPD-Mitglieder sowie die Bevölkerung auf, daran teilzunehmen. Strobl: "Unser Ziel ist ein soziales Europa mit mehr und besseren Arbeitsplätzen. Wir begrüßen es, dass die deutschen Gewerkschaften den diesjährigen Tag der Arbeit unter das Leitmotto der guten Arbeit für Europa gestellt haben."
Strobl: "Es ist nicht hinnehmbar, dass in vielen Ländern Europas mehr als jeder
dritte Jugendliche arbeitslos ist. In der Krise gibt es Eingriffe in die
Tarifautonomie, Gewerkschaften werden geschwächt und die Beschäftigten müssen die Lasten tragen. Insbesondere die südeuropäischen Länder befinden sich in einemTeufelskreis aus Rezession, unsozialen Sparprogrammen, steigender Arbeitslosigkeit, sinkenden Steuereinnahmen und in der Folge weiter wachsendem staatlichem Defizit.
Es ist überfällig, die Finanzmärkte zu regulieren und durch eine
Finanztransaktionssteuer an den Kosten zu beteiligen. Dass sich hier die FDP immer noch dagegen sträubt, ist nicht verständlich. Die überschuldeten Staaten brauchen eine klare Wachstumsperspektive und Investitionshilfen, um mittelfristig aus eigener Kraft die Spirale aus Rezession und steigender Verschuldung zu überwinden.
Deutschland als wirtschaftsstärkste Nation hat eine besondere Verantwortung. Die sinkende Lohnquote und die einseitige Orientierung auf die eigene Exportstärke haben zu den bestehenden Handelsungleichgewichten innerhalb des europäischen Binnenmarktes beigetragen. Gute Arbeit für Europa bedeutet deshalb auch, dass die Binnennachfrage in unserem Land gestärkt wird.
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen ihren gerechten Anteil am
wirtschaftlichen Erfolg haben. Ein gesetzlicher, flächendeckender Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro und die Stärkung des bewährten Tarifvertragssystems und der Tarifbindung sind unabdingbare Voraussetzungen, um dem Grundsatz, dass sich Leistung lohnen muss, auch in der Realität des deutschen Arbeitsmarktes wieder Geltung zu verschaffen.
Die monatlichen guten Zahlen aus Nürnberg verdecken die zunehmende Spaltung des deutschen Arbeitsmarktes. An zu vielen Langzeitarbeitslosen geht die relativ stabile konjunkturelle Entwicklung vorbei. Sie profitieren nicht, weil ihnen Chancen genommen werden. Die massive Kürzung der finanziellen Mittel für aktive Arbeitsförderung durch die schwarz-gelbe Koalition ist das Gegenteil von verantwortlicher Politik.
Die Zahl der Beschäftigten in Leiharbeit und mit Schein-Werkverträgen, in
befristeten und geringfügigen Arbeitsverhältnissen steigt zu Lasten sozial
abgesicherter und unbefristeter Beschäftigung. Diesen Trend müssen wir umkehren, indem wir das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit durchsetzen.
Frauen sind auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert.
Sie werden strukturell schlechter bezahlt, auch wenn es sich um die gleiche
Tätigkeit handelt, wie bei Männern. Der Anteil von Frauen an atypischer und schlecht bezahlter Beschäftigung ist überproportional hoch. Ein Land, das über
Fachkräftemangel diskutiert, kann es sich nicht leisten, die Potentiale von
Millionen Frauen zu verschenken. Mit einem Gesetz für Entgeltgleichheit wollen wir diese strukturelle Lohnbenachteiligung beenden.
Wir müssen auch mehr für junge Menschen tun. Nicht einmal ein Drittel derjenigen, die eine Ausbildung absolvieren, finden direkt danach eine unbefristete Vollzeitstelle. Das ist unverantwortlich. Wir Sozialdemokraten fordern deshalb Übernahmegarantien für Auszubildende und die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung.
Gemeinsam mit den Gewerkschaften setzen wir auf das Leitbild der "guten Arbeit". Arbeit, für die es einen gerechten Lohn gibt, von der man anständig leben kann und die sozial versichert ist."
Strobl fordert deshalb nochmals dazu auf, am 1. Mai 2012 gemeinsam mit den
Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes für diese Ziele zu demonstrieren.
Am Nachmittag des 1. Mai lädt dann der SPD-Ortsverein Ensdorf zum Mai- und
Familienfest am früheren Bahnhofsgelände (neben dem Vilstal-Radweg) ein.
Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel.: 09622-703636
Fax: 09622-703635
Internet: www.reinhold-strobl.de