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Antwortbrief an Werner Duschanek

Veröffentlicht am 18.10.2012 in Presse

Radwege

Sehr geehrter Herr Duschanek,

mit Schreiben vom 12.10.12 äußern Sie sich zu der Ihrer Ansicht nach „unsinnigen“ Radwege-situation im Landkreis und in der Stadt Amberg.

Leider ist es so, dass wir teilweise überhaupt noch keine Radwege haben und diese erst gebaut werden sollen, was dringend notwendig ist. Bei dem Radwegebau handelt es sich um wichtige und sinnvolle Baußmaßnahmen. Es gibt Menschen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, Familien, die nur einen Ausflug auf kürzestem Weg direkt in die nächste Stadt machen möchten oder Touristen, die Touren über weite Entfernungen unternehmen.

Nun gibt es verschiedene Träger der Straßenbaumaßnahmen.

- Das sind zunächst einmal die Gemeinden im Bereich der Gemeindestraßen
- Das sind die Landwirte, in deren Eigentum sich die Wege befinden und die für den Unterhalt verantwortlich sind..
- Das sind die Straßen im Besitz der Landkreise.
- Das sind die Straßen im Besitz des Freistaates
- Und das sind die Straßen im Besitz des Bundes

Der Bundesrechnungshof spricht sich z.B. klar dagegen aus, dass der Bau von Wegen abseits von Bundesstraßen finanziert wird. In den Städten bleibt schon einmal nichts anderes übrig, als entlang von Straßen Radwege zu bauen und auch zwischen den Gemeinden ist eine straßenbeglei-tende Maßnahme richtig und wichtig.

Nachdem gerade die Situation von und nach Schnaittenbach in letzter Zeit in der öffentlichen Diskussion war, gehe ich davon aus, dass dies vielleicht auch der Grund Ihres Schreibens war.

Tatsache ist, dass es von Schnaittenbach bisher weder nach Amberg noch nach Wernberg-Köblitz gute Radwege gibt, auf denen sich Radfahrer bewegen können. So mussten die Radfahrer entweder Forstwege (die oft durch Forstarbeiten nicht benutzbar waren und der Qualität eines Fernradweges nicht entsprachen) benutzen oder sich auf Feldwegen (auf denen ja bekannter-maßen auch Landwirte mit ihren Fahrzeugen und der damit einher gehenden Verschmutzung unterwegs sind) bewegen.

Die Gemeinden, der Landkreis, der Freistaat und auch der Bund werden natürlich, um Kosten zu sparen, auch immer wieder nach Alternativen suchen.

Deshalb habe ich darauf gedrängt, dass sich z.B. der Landkreis mit den Gemeinden zusammensetzt und ein Konzept erarbeitet. So wird der Radweg von Hirschau nach Amberg auch nicht immer entlang der Staatsstraße geführt werden. Vielmehr wird es z.B. so sein, dass die Stadt Amberg ihr bestehendes Radwegenetz von Ammersricht über das Industriegebiet Nord nach Immenstetten leitet und der Landkreis ein Stück entlang der AS 30 ausbaut. Dann wird der Radweg auf einem bestehenden Weg weitergeführt werden, es wird der Freistaat ein kurzes Stück ausbauen und die Stadt Hirschau wird ihre endgültigen Planungen erst noch vorlegen.

Sie sehen also, dass der Neubau mit der Nutzung bestehender Wege durchaus kombiniert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Strobl

 

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