Mit MdL Martin Güll, dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, hatte MdL Reinhold Strobl einen kompetenten Gesprächspartner zu Bildungsfragen nach Amberg ins Gasthaus Kummert geholt. Bildung, ein Thema, das immer wieder Eltern und Lehrer berührt, das aber vor allem die Kinder betrifft, steht immer wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion.
Da ist es die Problematik der jahrgangskombinierten Klassen, der Übertrittsdruck in der 4. KIasse, die Auswirkungen des G 8 oder auch die Notwendigkeit des Einsatzes von Schulsozialarbeitern, deren Arbeit immer wichtiger wird. Natürlich wurde auch das Thema „Ganztagsschule“ mit der Problematik der unterschiedlichen Finanzierung und die „Gemeinschaftsschule“ angesprochen.
Martin Güll: „Wir brauchen eine große Bildungsoffensive, die für mehr Bildungsgerechtigkeit und Bildungsqualität auch und gerade im ländlichen Raum sorgt. Wir müssen uns darum kümmern, dass auch in Bayern längeres gemeinsames Lernen ermöglicht wird.“ Es gebe, so Güll, viele gute Gründe für die Gemeinschaftsschule, die man als zusätzliches Schulangebot ansehen müsse und zwar dort, wo es Eltern und Gemeinden wünschen. Zunächst gehe es darum, weniger Leistungsdruck in der Grundschule zu haben und bessere Entwicklungsperspektiven für alle Kinder zu schaffen. Es müssten alle Kinder individuell nach persönlichen Stärken und Schwächen gefördert werden. Individuelle Stärken würden in einer rhythmisierten Ganztagsschule gefördert. Ermöglicht werden sollten alle Schulabschlüsse für die Kinder vom „Quali“ bis zum Abitur.
Eine gute Bildung, so Martin Güll, sei ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde. Ein weiterer Punkt: „Unterricht statt Fahrschule“, was bedeute, dass die Kinder lieber unterrichtet werden sollten statt die Zeit auf der Straße zu verbringen. Angesprochen wurde auch das Thema Inklusion. Hierzu seine zusätzliche Stunden notwendig. Ein weiteres Thema: Die Mobilen Reserven. In der Oberpfalz, so war jetzt zu hören, sei die Versorgung bereits zum Schuljahresbeginn so schlecht gewesen, dass an vielen Grundschulen gerade noch der Pflichtunterricht abgedeckt werden konnte, an Mittelschulen mussten Wahlfächer wie Informatik oder Buchführung gestrichen werden. Viele Schulen wüssten derzeit nicht, wie sie den Pflichtunterricht aufrecht erhalten sollten.
Schulleitungen an Volksschulen haben zu wenig Leitungszeit und zu wenig Verwaltungsangestellte im Vergleich zu anderen vergleichbaren Schulen. Nachdem hier immer wieder Anträge gestellt, aber von der CSU abgelehnt wurden, wird es in dieser Woche zusätzliche Stellen für Verwaltungsangestellte geben. Allerdings, so kritisiert Strobl, würde das Geld nur für das Jahr 2013 zur Verfügung gestellt. Für das Jahr 2014 würde der Betrag nicht erhöht. Dabei sei es wichtig, dass auch die Gehälter der Verwaltungsangestellten angehoben würden. Viele dieser Frauen müssten ihr Gehalt mit Hartz IV aufbessern, um von ihrer Arbeit leben zu können.
Um den Gymnasien ihre Arbeit zu erleichtern, hatte die SPD-Landtagsfraktion erst vor kurzem einige Anträge, z.B. hinsichtlich der integrierten Lehrerreserve, des Ganztagesgymnasiums oder der Schulsozialarbeit an Gymnasien eingebracht. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, dass die Bildungsqualität oberste Priorität habe.
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Im Gasthaus Kummert diskutierten Bgm. Richard Gaßner, MdL Reinhold Strobl, Siegfried Loewke (2. Vositzender der LEV FOS Bayern) sowie Vertreter des BLLV wie Albert Schindlbeck und Lehrern mit MdL Martin Güll (2.von rechts) über aktuelle Bildungsthemen.
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