Karl-Heinz König aus Sulzbach-Rosenberg auf Einladung von MdB Marianne Schieder bei SPD-Betriebsrätekonferenz in Berlin
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fand am 28. November 2012 in Berlin die alljährliche Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion statt. Unter dem Motto „Humaner Arbeitsplatz – Humane Arbeitswelt“ diskutierten hochrangige Vertreter aus Politik und Gewerkschaften über ihre Ideen für eine menschliche Arbeitswelt.
Unter den rund 300 Teilnehmern war auch der Betriebsratsvorsitzende der Rohrwerk-Maxhütte GmbH, der neu gewählte Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) für den Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Karl-Heinz König.“ In den Fachgesprächen ging es u. a. um die Fragen der Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung und um flexible Übergänge in die Rente. Neben der Politik sind hier Gewerkschaften und Betriebsräte gefragt, wenn es darum geht, durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen für humane Arbeitsplätze zu sorgen“, so Karl-Heinz König.
Nach der Einführung durch den SPD-Fraktionsvorsitzenden Steinmeier erklärte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, wie aus Sicht der Gewerkschaft Arbeitnehmer trotz Leistungsdruck und Arbeitsverdichtung länger fit bleiben könnten. Deutschland brauche endlich eine Anti-Stress-Verordnung, betonte Wetzel. Ähnlich wie bei Vorschriften zum Lärmschutz müssten von Arbeitgebern und Politik belastbare Vorgaben ausgearbeitet werden, um Angestellte besser vor Stress zu schützen.
Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie sehr sich in den letzten Jahre die Arbeitswirklichkeit in den Betrieben verändert habe, dass Arbeitsabläufe immer stärker verdichtet würden und Stress und Versagensangst zunähmen. Was das nach sich ziehe, illustrierte eindrücklich der Geschäftsführer der BKK, Heinz Kaltenbach. Die Krankenkassen merkten zuerst, wie sehr sich die Krankheitsbilder in den letzten Jahren verschoben haben. Fehltage wegen psychischer Erkrankungen nähmen ständig zu. Im Jahr 2011 seien psychische Erkrankungen erstmals an dritter Stelle hinter Rückenleiden und Atemwegserkrankungen gelegen. Allein auf die Diagnose „Burnout“ gingen 2,7 Millionen Fehltage zurück.
Noch eine Spur lebhafter wurde die Diskussion nach dem Vortrag des Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung, Dr. Herbert Rische, über flexible Übergänge in die Rente. Schließlich ging es hier um ein Kernanliegen der Gewerkschaften, und viele Betriebsräte konnten Beispiele nennen, wo es an altersgerechten Arbeitsplätzen hapere. Einig waren sich alle Beteiligten, dass hier gesetzliche und tarifliche Bausteine kombiniert werden müssten.
MdB Marianne Schieder unterstrich: „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, hier Lösungen zu finden. Wir sind der festen Überzeugung, dass Stress, Burn-Out und Erwerbsunfähigkeit oftmals vermieden werden können. Flexible Übergänge in die Rente sind dabei genauso notwendig wie gesunde Arbeitsplätze. Für die SPD steht außer Frage: Die Arbeitswelt muss wieder menschlicher werden. Arbeitskraft ist nicht nur ein Produktionsfaktor. Es geht um Menschen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen. Wir kämpfen dafür, dass diese wieder stärker Berücksichtigung finden. Die Politik ist gefordert, den gesetzlichen Rahmen zu schaffen. Gewerkschaften und Betriebsräte sind gefragt, wenn es darum geht, durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen für humane Arbeitsplätze zu sorgen. Hierfür gilt es, gemeinsam zu streiten.“
Das war auch das Anliegen der Konferenz. Karl-Heinz König ergänzte: „Die Interessen und Forderungen der Arbeitnehmervertretungen fanden bei der SPD wieder ein offenes Ohr. Die Betriebsrätekonferenz gab uns die Möglichkeit, notwendige Gesetzesänderungen für bessere und gesundere Arbeitsplätze aktiv mit zu gestalten.“
Bildunterschrift:
Austausch über humane Arbeitsplätze in Berlin:
(v.l.n.r.)Karl-Heinz König, Betriebsratsvorsitzender der Rohrwerk-Maxhütte GmbH, neu gewählter Vorsitzender des AfA-Unterbezirks Amberg-Sulzbach-Neumarkt, MdB Marianne Schieder und MdB Klaus Barthel, Bundesvorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)
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Marianne Schieder, MdB
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