
„Nur reiche Bürger können sich einen schwachen Staat leisten”
Der SPD Kreisvorstand Amberg-Sulzbach traf sich am 21. 1. in der Blauen Traube in Haselmühl zur 1. Sitzung im neuen Jahr.

„Nur reiche Bürger können sich einen schwachen Staat leisten”
Der SPD Kreisvorstand Amberg-Sulzbach traf sich am 21. 1. in der Blauen Traube in Haselmühl zur 1. Sitzung im neuen Jahr.
Der knappe Sieg von Rot-Grün in Niedersachsen freute alle Anwesenden und gab neuen Schwung für den anstehenden Wahlkampf in Land und Bund.
MdL Reihold Strobl erklärte, eine Stimmabgabe für Splitterparteien fördere einen Wechsel nicht, und die Stimmen seien dann verloren.
Ein zweiter Diskussionspunkt war die Eintragung zum Volksbegehren gegen Studiengebühren. Studenten, die sich nicht an ihrem 1. Wohnsitz eintragen können, müssen bei der dortigen Gemeinde einen Eintragungsschein beantragen.
Mit der Bestätigung ihrer Heimatgemeinde können sie dann auch am Studienort ihre Stimme abgeben. Wird die Einschreibung zum Volksbegehren kein Erfolg, so sei es keineswegs sicher, dass die Studiengebühren auch in Bayern abgeschafft werden.
Für die SPD ist klar, dass die Einnahmen der Universitäten und Hochschulen durch die Studiengebühren vom Freistaat zur Verfügung gestellt werden müssen. Das Geld dafür wäre da, wenn alle Bürger und Unternehmen ihren Steuerverpflichtungen nachkämen.
Joachim Ivanek erinnerte daran, dass man für die Zinsen, die man für die Rettung der Landesbank in einem Jahr zahlen müsse, die Studiengebühren 6 Jahre lang ersetzen könnte.
Es sei auch ein Märchen, wenn man immer behaupte, Bayern zahle über den Landesfinanzausgleich anderen Ländern kostenlose Kindergärten oder finanziere deren Universitäten.
Richard Gaßner wies darauf hin, dass der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer den jetzigen Länderfinanzausgleich mit ausgehandelt und ihm zugestimmt habe.
Über den Länderfinanzausgleich werden die Steuereinnahmen der Länder ausgeglichen. Wie die einzelnen Länder das Geld dann ausgeben, bleibt ihnen überlassen.
Höhere Steuereinnahmen bedeuten für Geberländer auch höhere Abgaben. Deshalb hat Bayern kein Interesse für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen und stellt deshalb auch nicht mehr Finanzbeamte ein, um Unternehmen öfter als alle 10 Jahre zu überprüfen.
Einem Arbeitnehmer werden monatlich Steuern und Sozialversicherungen abgebucht, ein freier Unternehmer wird in Bayern wegen einem gewollten Mangel an Steuerprüfern nur alle 10 Jahre untersucht.
Zum Schluss erinnerte Josef Flierl als Fraktionsvorsitzender im Kreistag daran, dass es die SPD ist, die immer wieder darauf hinarbeite, dass das Kommunalunternehmen Krankenhäuser, aber auch das sonderpädagogische Förderzentrum zeitgemäß ausgestattet werden und eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt sei.
Dafür stelle man im Kreishaushalt Millionen bereit. Privatisierung sei keineswegs die bessere Lösung. Er danke auch dem Personal in diesen Einrichtungen, das seinen Dienst mit großem persönlichen Einsatz leiste.
„Nur reiche Bürger können sich einen schwachen Staat leisten! Wir wollen in einer solidarischen Gesellschaft allen Bürgern die Menschenwürde sichern.”
Ursula Fuchs
Pressebeauftragte SPD Kreisverband Amberg-Sulzbach
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