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SPD Berg bezeichnet vorgesehene Stromtrasse als „Unverschämtheit und schlechten Witz“

Veröffentlicht am 19.01.2014 in Lokalpolitik

Die Gemeinde Berg sei demzufolge extrem stark durch diese Stromtrasse bedroht und er werde sich massiv gegen diese Planungen stellen. Himmler bezeichnete die vorliegenden Skizzierungen als „Unverschämtheit und nicht gelungenen und demzufolge schlechten Witz“. Es gelte in Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden im Nürnberger Land sowie im Landkreis Neumarkt die eigenen vitalen Interessen zu wahren.

Die Berger Sozialdemokraten haben sich am Donnerstagabend mit den ersten Planungen der sog. Nord – Süd – Gleichstromtrasse beschäftigt, die durch das Berger Gemeindegebiet laufen könnte. Bürgermeister Helmut Himmler informierte, dass der Korridor der Linienführung mit dem bislang vorgelegten Kartenmaterial nur grob identifiziert werden könne. Die vorgesehene Vorzugstrasse der oberirdischen Höchstspannungsleitung werde über Rieden und Hagenhausen im Stadtgebiet Altdorf auf Berger Gemeindegebiet geführt und zwischen Oberölsbach und dem Gewerbegebiet Meilenhofen- Ost die Autobahn A3 queren, um über den Ludwigskanal und bei Kettenbach- Hausheim- Haslach über den Dillberg in das Gemeindegebiet Postbauer- Heng abzuzweigen. Daneben gebe es eine Alternativtrasse, die im Bereich Traunfeld- Häuselstein- Reicheltshofen- Stöckelsberg situiert sei und dann wieder auf die sog. Vorzugstrasse geführt werden solle.
Die Trassenführung mit 65 Meter hohen Strommasten liege in den Landschaftsschutzgebieten Gnadenberg, Rohrenstädter Bachtal, Sindlbachtal, Haimburg- Wallerbuch- Ottenberg sowie Dillberg- Heinrichsberg. Darüber hinaus käme es zu einer wahren Verschandelung der Landschaft am Industriedenkmal und Naherholungsgebiet Ludwigskanal.
Nach der engagierten Diskussion, in der die Belastungen durch Elektrosmog für die Bürgerinnen und Bürger sowie die eingeschränkte Planungshoheit der Gemeinde für die Zukunft thematisiert wurden, lehnten die Vertreter der SPD Berg mit den Bürgermeistern Georg Späth und Helmut Himmler sowie den Gemeinderäten und Gemeinderatskandidaten die vorgelegten Planungen von „Amprion“ entschieden ab. Die Gemeinde werde im anstehenden Beteiligungsverfahren und später im Planfeststellungsverfahren ihre Interessen massiv und nachhaltig vertreten.
Vereinbart wurde am 24. Januar ein Besuch in der Gemeinde Kümmersbruck bei Amberg. Himmlers SPD- Bürgermeisterkollege Richard Gassner wird den Berger Sozialdemokraten und Vertretern der Wasserwacht die konkreten Sanierungsplanungen ihres Hallenbades erläutern. In Kümmersbruck ist die Sanierung bereits beschlossen und die Gemeinde hat mit der unmittelbaren Nähe zu Amberg eine ähnliche Situation wie Berg mit den kurzen Verbindungen und Verflechtungen zu Neumarkt. Die SPD in Berg will das Hallenbad als besondere Infrastruktureinrichtung der Gemeinde für die Schulen, die Kinder- und Jugendarbeit der Wasserwacht, den Schwimm- und Seniorensport erhalten und sanieren.

 

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