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Aktuelles zum Mehrgenerationenpark

Veröffentlicht am 17.03.2013 in Kommunalpolitik

Mangelnde Sachkenntnis bei der CSU!

Die in der SRZ v 2./3. 03.2013 gemachten Äußerungen sowohl vom CSU-OV-Vorsitzenden Fröhlich:

„Vor dem Hinausposaunen von spontanen Ideen sollte man sich Gedanken über die Sinnhaftigkeit, praktische Umsetzung und Finanzierung machen“,

als auch vom JU-Geschäftsführer Stefan Frank:

„Wenn die SPD glaubt, man kann mit dem großflächigen Asphaltieren eines teils der Grünanlage ... den demografischen Wandel aufhalten, dann ist das mehr als nur kurzsichtig und naiv.“

zeigen, dass sie vom tatsächlichen Sachverhalt wenig Ahnung haben bzw. unzureichend informiert sind, sie nicht wissen, was geplant war und wie es finanzierbar ist, ohne andere Projekte zu vernachlässigen.

Die Behauptungen sind unzutreffend und teilweise persönlich verletzend!

zu Patrick Fröhlich: Vorgeschichte: Der Mehrgenerationenpark als Idee ist entstanden aus einem Antrag der FWU, Tischtennisplatten aufzustellen und einem Vorschlag der SPD-Jusos, ein Beach-Volleyballfeld zu bauen. Stadtratssitzung am 22.05.2012: Die SPD beantragt durch Dr. Steiner, das alte Stadtbadgelände zu einem „Mehrgenerationenpark“ mit zwei Tischtennisplatten, zwei Beach-Volleyballfeldern und einem Streetballfeld umzubauen mit dem Hintergrund, dafür Fördergelder (LEADER) zu bekommen. >Finanzierung!! Zustimmung von FWU, FDP und SPD: „Tolle Idee, wir sind dabei“ Kreiner (FDP) schlägt zusätzlich den Bau einer WC-Anlage vor! Stadtratssitzung am 24.07.2012: Vorstellung der Planung und Kosten durch das Bauamt mit zwei Tischtennisplatten, zwei Beach-Volleyballfeldern, mit zwei Streetballfeldern, mit WC-Anlage und Parkplätzen und Weg zum Kneippbecken (!) Gesamtkosten: 254.000 €
  • Kosten, wenn man den SPD-Antrag zugrunde legt:74.500 €
  • 1 Streetballfeld 10 x 12 m, 2 Beach-Volleyballfelder 25 x 30 m, 2 Tischtennisplatten
  • Zusätzlich waren Spendenzusagen von -15.200 € von Dr. Steiner gesammelt worden!
  • > Finanzierung, praktische Umsetzung
  • Leader-Förderung: 50 % der Nettokosten: -31.300 €
  • Eigenanteil der Stadt: 28.000 €
Umsetzung: Die Genehmigung hängt vom Landratsamt ab, das ein Lärmgutachten fordert. Ein Planungsbüro wird beauftragt und ermittelt die Schallemissionen, die zwischen 56 dBA und 58 dBA liegen. Nach Rücksprache mit der Stadt wird der Bereich entlang des Philosophenwegs als allgemeines Wohngebiet ( WA ) eingestuft, obwohl im Flächennutzungsplan ein Mischgebiet ( MI ) dargestellt ist. Einzuhaltender Grenzwert damit 55 dBA tagsüber, damit legt das Landratsamt fest, dass die Anlage nur 5 Stunden am Tag benutzt werden kann und das Ganze eingezäunt werden muss. Völlig unpraktikabel, deshalb wird in Absprache mit dem Bauamt nur mehr die Beach-Volleyballanlage geplant und vom Gutachter geprüft. Ergebnis: deutlich geringere Lärmentwicklung, man kann mit deutlich längeren Öffnungszeiten rechnen. Bauausschusssitzung am 17.01.2013: CSU, FWU und FDP lehnen die Überprüfung beim Landratsamt ab, obwohl sogar Julia Falk von der FWU den Mehrgenerationenpark als „tolle Idee ansieht, weil man was für jünger Menschen in Sulzbach-Rosenberg machen muss!“ > Sinnhaftigkeit von Projekten Leider ist sie nicht Mitglied im Bauausschuss! Entscheidend für die Realisierung des Mehrgenerationenparks ist die Einstufung des Geländes als WA oder MI Hier, denke ich, haben das Landratsamt, die Stadt und der Gutachter einen wichtigen, eventuell entscheidenden Gesichtspunkt außer Acht gelassen. Damit ein Bereich als WA ausgewiesen werden kann, müssen bestimmte Schallschutz- oder Lärmobergrenzen eingehalten werden. Bei WA sind dies 55 dB tagsüber und 45 dB nachts, bei MI 60 dB tagsüber und 50 dB nachts Liegt ein Gebiet entlang einer Bahnstrecke und/oder einer stark befahrenen Gemeindestraße ( Philosophenweg: 5830 KFZ / Tag), dann müssen von der Straße mindestens 20 – 40 m eingehalten werden, geht eine Bahnlinie vorbei, dann sind 100 – 240 m notwendig. Beides kann vom Stadtbadgelände und der angrenzenden Bebauung nicht eingehalten werden, so dass nie ein WA ausgewiesen werden kann! Warum muss dann der Mehrgenerationenpark die Grenzwert eines WA einhalten? Bei der Einstufung MI mit 60 dB tagsüber kommt es zu keiner Lärmbelästigung! Damit braucht es auch keine Einzäunung! Zu Stefan Frank: Wenn von 8.000 m2 Grünfläche 120 m2 für ein Streetballfeld gebraucht werden, dann kann man dies sicher nicht als großflächiges Asphaltieren bezeichnen. > mangelnde Sachkenntnis! Einen demografischen Wandel hält man damit sicher nicht auf, was die SPD auch nie behauptet hat. Aber man muss mehr für junge Leute in der Stadt tun, ihnen zum Beispiel zentral gelegene, kostenlose Freizeiteinrichtungen geben, was auch Julia Falk von der FWU fordert, die den Mehrgenerationenpark auch als „gute Idee“ ansieht! Die Glasscherben im Sand sind kein spezielles Problem des Mehrgenerationenparks. Wenn man das als Maßstab anlegt, dann können wir alle Spielplätze, vor allem den im Stadtpark zusperren, denn da ist die Kiesfläche genau so groß wie beim Beach-Volleyballfeld und das Gelände ist nicht eingezäunt. Da ist die Haftung nicht anders. Die Einhaltung der Öffnungszeiten wird genauso geregelt wie bei allen anderen Spiel- und Bolzplätzen in der Stadt: durch entsprechend Hinweisschilder. Speziell Beach-Volleyball: In Rosenberg ist ein bedingt zugänglicher Beach-Volleyballplatz beim TUS, im Waldbad muss man Eintritt zahlen, Kauerhof ist zu weit außerhalb und in der Krötensee - Mittelschule braucht man einen Schlüssel. Es fehlt also ein frei zugänglicher, kostenloser Platz in Sulzbach, der im alten Stadtbadgelände optimal wäre. Es wäre schön, wenn man sich gründlich und objektiv informiert, bevor man glaubt, mit solch verbalen Angriffen in die Öffentlichkeit gehen zu müssen!
 

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