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Alter Plan als neue Variante

Veröffentlicht am 08.07.2018 in Kommunalpolitik

Schon in den Jahren 2000 bis 2003 befasst sich der Stadtrat mit dem Ausbau der Loderhofstraße und des Hitzelmühlweges. Damals werden die Überlegungen aber wegen der Schließung der Maxhütte nicht weiterverfolgt. Zur aktuellen Diskussion legt Thomas Steiner den alten Plan vor.

Das Thema tangierte den Bürgermeisterwahlkampf, ist aber im Grunde gar nicht neu. Die Verkehrsentlastung des einwohnerstärksten Stadtteils mit einer weiteren Anbindung des Loderhofs stand auch schon vor knapp 20 Jahren im Rathaus im Fokus. Im Bauausschuss konnten sich jetzt die Räte mit den Vorschlägen der neuen Planer wenig anfreunden. Im Stadtrat wurden dann die Punkte zur Loderhof-Erschließung zurückgestellt, die Fraktionsvorsitzenden sollten erst vorberaten.

 

Thomas Steiner, stellvertretender SPD-Fraktionssprecher, war bei der Durchsicht alter Planungsunterlagen wieder auf den Entwurf des Büros Renner Consult gestoßen. Vor Sitzungsbeginn zeigte er dem Gremium die Planzeichnung, die als zentralen Punkt einen Brückenneubau neben der bestehen schmalen Bahnbrücke am Hitzelmühlweg auf Kosten der Kommune vorsieht.

Bei einem Ortstermin nahm die SPD-Stadtratsfraktion die Vorlage nochmals genauer unter die Lupe, und diskutierte sie mit einigen Anwohnern, die solchen Überlegungen eher kritisch gegenüberstehen. Bürgermeister Michael Göth erinnerte dabei an die Untersuchungen des Büros Gauff-Ingenieure aus dem Jahr 1993, das einen Rahmenplan für den Stadtteil Loderhof inklusive dessen Anbindung vorsah.

"Es gibt verschiedene Varianten, um für den Loderhof eine weitere vernünftige Verkehrsanbindung zu schaffen. Bislang rollt der gesamte Verkehr in und aus dem Wohngebiet ausschließlich über die Goethe- und Südstraße mit vielen Belastungen für die Anwohner." Wie das am besten erreicht werden kann und welche Möglichkeiten sich dazu bieten müsse jetzt genau untersucht und unter Berücksichtigung der jeweiligen Verhältnisse abgewogen werden. "Wir prüfen jetzt die Varianten, es ist noch nichts entschieden", so der Rathauschef zu besorgten Anwohnern des Hitzelmühlweges, die einem Mehr an Verkehr kritisch gegenüberstehen und wegen der schwierigen Grundwasser-Verhältnisse bei Baumaßnahmen Schäden an ihren Gebäuden befürchten. "Wir wollen alle Probleme im Vorfeld ansprechen, im Dialog mit den Bürgern bleiben und Kompromisse suchen", reagierte Peter Lehner auf die Einwände der Anwohner.

Wie SPD-Fraktionsvorsitzender Achim Bender und Thomas Steiner beim Ortstermin angaben, habe sich vor 18 Jahren die Planung für das Bauvorhaben "Loderhofstraße" aus dem städtebaulichen Rahmenplan "Loderhof Süd" bzw. dem begleitenden Verkehrsgutachten des Büros Gauff ergeben.

Eine Gefahrenstelle

Um die Wohnqualität der stark belasteten Straßenzüge Südstraße, Goethestraße und Schillerstraße zu verbessern, wollte man schon damals eine dritte Querverbindung von der Südstraße zur Rosenberger Straße schaffen. Kritisch betrachtete man zu dieser Zeit auch die bestehende Unterführung an der Bahnlinie Nürnberg-Irrenlohe hinsichtlich der Durchfahrtsbreite und Höhe, die den gestiegenen Anforderungen des Verkehrsaufkommens nicht mehr gewachsen sei. Aufgrund der Sichtverhältnisse und der nicht vorhandenen Gehwege wurde sie als Gefahrenstelle eingestuft.

"Für die Brücke über den Rosenbach (Hitzelmühlweg) sei neben dem schlechten baulichen Zustand die gleiche Aussage zutreffend. Der Ausbau des Hitzelmühlweges ist bis zur Einmündung in die Rosenberger Straße geplant", hieß es damals im Stadtrat.

Unterführung auf Kosten der Stadt

Gemäß der Planvorlage von Thomas Steiner aus dem Jahr 2000 sollte das gesamte Bauvorhaben in drei Bauabschnitten ausgeführt werden. Im 1. Bauabschnitt der Straßenneubau der Loderhofstraße und des kombinierten Geh- und Radweges, der 2. Bauabschnitt umfasst den Ausbau der restlichen Straße, den Neubau der Unterführung an der Bahnlinie Nürnberg-Irrenlohe als Projekt der Stadt und die Anbindung der Schillerstraße per Rampe. Im 3. Bauabschnitt war der Neubau der Rosenbachbrücke sowie der Ausbau des Hitzelmühlweges vorgesehen, ebenso die Begrünungsarbeiten. Die gesamte Länge der durchgehenden Strecke gaben die damaligen Planer mit 570 Meter an. Der kombinierte Geh- und Radweg sollte parallel zur Straßentrasse mitgeführt werden. Um die Kosten für den Neubau der Bahnunterführung zu minimieren, war geplant, die bestehende Unterführung für den 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg zu nutzen. Für die Fahrbahn war eine Regelbreite von sechs Metern mit 1,5 Meter breitem Gehweg vorgesehen. Die Gesamtbaukosten schätzten die Experten vor 18 Jahren mit Grunderwerb auf 5,1 Millionen Mark.

 

 

 

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