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Arbeitszeitverlängerung vernichtet Arbeitsplätze

Veröffentlicht am 21.03.2006 in Landespolitik

Im schwelenden Tarifstreit des öffentlichen Dienstes und der Länder weist der Oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl auf die besondere Verpflichtung der Bayerischen Staatsregierung hin, die starr an einer Arbeitszeitverlängerung festhält, obwohl dies massive Arbeitsplatzverluste nach sich ziehen würde.

„In der Diskussion über Arbeitszeitverlängerung wird völlig unter den Teppich gekehrt, dass dadurch tausende von Arbeitsplätzen in Bayern wegfallen würden, die gerade in unserer Region dringend benötigt werden“, so Strobl, „Hier wäre die CSU-Regierung in der Pflicht, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und statt ihre Beamten und Angestellten durch Arbeitszeitverlängerung weiter zu belasten, lieber neue Stellen schaffen sollte, die angesichts massiver Arbeitslosigkeit dringend benötigt werden. Damit wäre allen gedient.“

Bereits durch die Einführung der 42-Stunden Woche für Beamte seien bayernweit etwa 5000 Arbeitsplätze wegrationalisiert worden, so der Schnaittenbacher Abgeordnete weiter, jetzt kämen nochmal weitere 9000 Stellen bei den Tarifbeschäftigten hinzu, die der Sparwut der Regierung zum Opfer fallen. „Hier werden Arbeitsplätze vernichtet, obwohl sich die bayerische Regierung damit brüstet, den ländlichen Raum stärken zu wollen. Genau das Gegenteil ist der Fall“, so Strobl.

„Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jede Behörde und jeder Betrieb in der Lage ist, fünf Prozent mehr Personal einzustellen. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Arbeitszeitverlängerung für die einen und Arbeitslosigkeit für die anderen“, meint Strobl. An die kommunalen Arbeitgeber gerichtet stellt er fest: "Meine Forderung ist ganz einfach - stellt endlich mehr Personal ein, das wäre eine konstruktive Lösung!"

Strobl: „Meine Solidarität gilt nicht nur den Angestellten des Öffentlichen Dienstes, die sich mit ihrem Streik gegen weitere Zumutungen durch die öffentliche Hand sperren, sondern auch denen, die durch die Arbeitszeitverlängerung um ihren Arbeitsplatz gebracht werden.“

 

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