MdL Reinhold Strobl: Regenerative Energieversorgung ist möglich
Bei einem Besuch im Biomasseheizkraftwerk der Energie Sulzbach-Rosenberg (ESR) informierte sich MdL Reinhold Strobl über die umweltfreundliche Produktion von Strom und Fernwärme in Sulzbach-Rosenberg. Beim Rundgang durch das Werk erläuterte ESR-Geschäftsführer Thilo Munker die Produktionslinie von der Brennstoffanlieferung bis zur Einspeisung von Strom und Fernwärme.
Das Biomasseheizkraftwerk der ESR hat eine Feuerungsleistung von 22 MW und eine elektrische Leistung von 4,54 MW. Die jährlich erzeugte Strommenge von rund 33 Millionen Kilowattstunden reicht aus, um alle Privathaushalte in Sulzbach-Rosenberg zu versorgen. Damit werden jedes Jahr 30.000 to CO2 eingespart und 21 Mio. Liter Heizöl ersetzt. Als Brennstoff werden waldfrische Hackschnitzel eingesetzt, und zwar das anfallende Gipfelholz, das bei dem Industrieholzeinschlag übrig bleibt, sowie Grünschnitt aus der Landschaftspflege.
Damit, so erklärte ESR-Chef Thilo Munker, trage die ESR neben der nachhaltigen Energieerzeugung noch indirekt zur Wald- und Landschaftspflege bei. Die bei der Stromproduktion anfallende Wärme wird nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsprinzip genutzt und speist das 9 km lange Fernwärmenetz der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Die umweltfreundliche Fernwärme beziehen fast alle Schulen, die Bereitschaftspolizei, die Sparkasse, das Liliencenter, das Bavaria-Seniorenheim, und fast 70 Privathaushalte und Gewerbebetriebe, und anderem die Maxhütte Technologie.
Die komplette Anlage, auch die Fernwärme-Einleitung ins Netz, wird mit modernster Steuerungstechnik gefahren. Die Brennstoff-Förderung erfolgt ebenfalls vollautomatisch über Förderschnecken und Transportbänder. Die Hackschnitzel werden „just-in-time“ angeliefert, und zwar täglich ca. 10 LkW’s, der Tagesbedarf liegt bei etwa 600 Kubikmetern. Die ESR beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter in Vollzeit. An Investitionen flossen 14 Mio. Euro in den Umbau und die Ertüchtigung des Werkes.
MdL Strobl zeigte sich beeindruckt, dass mit dem ESR-Biomasseheizkraftwerk im Landkreis eine Anlage dieser Größenordnung bestehe. Als erklärter Verfechter erneuerbarer Energien betonte Reinhold Strobl, dass ein Festhalten an der Atomenergie der absolut falsche Weg sei. Anlagen wie die ESR und andere Projekte im Landkreis beweisen, dass mittelfristig eine regenerative Energieversorgung möglich ist, und dies ist sicher in ganz Bayern und Deutschland ebenso. Wichtig sei, eine gesunde Mischung von Biomasse, Wind- und Sonnenenergie zu finden.
Für Sulzbach-Rosenberg, so der Landtagsabgeordnete, sei die ESR durchaus ein Vorzeigeprojekt für erneuerbare Energien, das seiner Kenntnis nach zu den derzeit größten Biomasseheizkraftwerken in Bayern zählt.