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Bahnhof aufwerten, Kreuzung sichern

Veröffentlicht am 12.09.2008 in Kommunalpolitik

(phl) Die SPD in Sulzbach-Rosenberg beschäftigt sich mit aktuellen Fragen zum Thema Verkehr im Stadtgebiet sowie dem Stadtbild der Herzogsstadt. Um sich einen besseren Eindruck zu verschaffen, hielten Fraktionsvorsitzender Michael Göth und Mitglieder der SPD- Stadtratsfraktion sowie des Ortsvereinsvorstandes eine Ortsbegehung mit Stationen in Obersdorf, Bahnhof und Kreuzung Neumarkter Straße/ Wilhelm-Sträubig-Straße und dem Stadtteil Rosenberg ab.

An der problematischen Unterführung beim Schützenheim in Obersdorf kristallisierte sich heraus, dass ein Fußgängerweg seitlich der Fahrbahn keine erstrebenswerte Lösung ist. Vor allem aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens während der Schichtwechsel im nahen Industriegebiet, bei denen der Durchgangsverkehr in Richtung Poppenricht und Amberg stark zunimmt, würde eine deutliche Gefährdung für Fußgänger und vor allem Kinder und Schüler bestehen.

Tunnel unter dem Gleis

Die SPD will zunächst Kontakt zur Deutschen Bahn aufnehmen, um zu klären, ob und welche Maßnahmen geplant sind. Als möglich Lösung könnte man einen seitlich versetzten Fußgängertunnel bauen und diesen mit dem bereits bestehenden - nicht ausgebauten - Fußgängerweg verbinden.

Bei der Besichtigung der Verbindungsstraße Obersdorf-Lohe fiel vor allem der schlechte Zustand der Straße auf. Des Weiteren birgt sie für Radfahrer, die diese Straße in großem Umfang nutzen, besondere Risiken im Bereich der Kurven und Seitenränder. "Es ist zu prüfen, wie weit die Planungen des Landkreises Amberg-Sulzbach zum Ausbau der Straße bereits vorangeschritten sind." Die SPD unterstreicht die Dringlichkeit eines solchen Ausbaus, wobei ein Radweg unbedingt einzuplanen sei.

Statt diesen aber dann entlang der Straße nach Altmannshof weiterzubauen, sollte für Radfahrer lieber ein Radweg entlang des Rosenbaches ausgebaut werden und so die Verbindung Richtung Amberg hergestellt werden. Damit könnte man sicher auch Kosten sparen.
Stadtratsfraktion und Ortsvereinsvorstand informierten über die Pläne der DB Station & Service, in den nächsten beiden Jahren den Bahnhof in Sulzbach umzubauen. Unter anderem soll ein zweiter Außenbahnsteig in Fahrtrichtung Amberg und Regensburg entstehen, wobei durch eine behindertengerechte Untertunnelung der Gleiskörper - ähnlich wie in Neukirchen -die Gleise ungefährdet passiert werden können. Dadurch wird ein erheblicher Beitrag zur Verbesserung des Erscheinungsbildes des Bahnhofes und zur Sicherheit der Bahnkunden geleistet. Der Verlust an Parkplätzen soll auf Seiten der Malzfabrik wieder ausgeglichen werden.

Rosenberg nicht vergessen

„Doch kann dies nur ein erster großer Schritt sein, dem weitere folgen müssten, wie z.B. die Sanierung des Bahnhofsgebäudes, die Einrichtung von Toiletten und weiterer Parkplätze. Gleiches gilt für die Pflege der bahneigenen Grundstücke im Umfeld."

Auch der Rosenberger Bahnhof werde keineswegs vergessen. Nach Anfragen von Bürgern will die SPD mit den Verantwortlichen bei Bahn und Freistaat Bayern Kontakt aufnehmen, um die Stopps der Regionalbahnen am Bahnhof Sulzbach-Rosenberg „Hütte“ sicherzustellen.

Chaos jeden Morgen

An der Kreuzung Neumarkter Straße / Wilhelm-Sträubig-Straße entstünden durch den Individualverkehr von Schülereltern, Schülern sowie den Linienbussen, die das HCA-Gymnasium bedienen, morgens und bei Schulschluss teilweise chaotische Zustände.

Der Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) und die Untere Verkehrsbehörde am Landratsamt Amberg-Sulzbach fordern hier dringend, die Sicherheit zu erhöhen. Leider sind die Grundstücke, die für eine ideale Lösung notwendig wären – z.B. Verlegung der Haltestelle, Schaffung eines gut ausgebauten Geh- und Radweges zum Gymnasium - offenbar nicht zu erwerben. Allerdings laufen derzeit Machbarkeitsstudien, wie die Situation am unmittelbaren Kreuzungsbereich und im Bereich der Bushaltestelle verbessert werden könnte.

Gesamtkonzept nötig

Zur Sicherheit des Schulweges sei, so SPD-Stadtrat Dr. Thomas Steiner, ein Gesamtkonzept notwendig, welches die momentanen und die zu erwartenden neuen Verkehrsströme vor allem nach dem Umbau des Bahnhofs berücksichtigt. " Es muss unter Einbeziehung von Dekan-Rusam-Straße und Sandbühl eine vernünftige, praktikable Lösung gefunden werden, die dann in finanzierbaren Bauabschnitten umgesetzt wird."

Landesgartenschau anstreben

Die SPD verschaffte sich auch ein Bild vom Umfeld des ehemaligen Maxhüttengeländes entlang des Rosenbaches von der Gärtnerei Pürzer bis hin zur Hammerphilippsburg.

Hier sieht man dringenden Handlungsbedarf zur Umnutzung dieser Flächen, die seit dem endgültigen Aus der NMH im Jahre 2002 brachliegen. Fraktionssprecher Michael Göth und seine Mannschaft waren sich schnell einig, dass sich dieses Gebiet hervorragend für eine Umgestaltung als Landesgartenschaugelände eignet. Der gesamte Stadtteil Rosenberg würde durch die einhergehende optische Aufwertung profitieren.

Miteinbezogen werden könnten auch die „Hochofenplaza“ sowie der Umgriff des Schlackenbergs und des Rosenberger Schlossbergs. Für die Bewerbung zur Ausrichtung einer Landesgartenschau muss nun ein gestalterisches und finanzielles Konzept erarbeitet werden.

Hierbei könnte man sich beispielhaft am Modell der Stadt Cham orientieren. Diese hat vor einigen Jahren eine solche Gartenschau abgehalten, wobei die 3 Millionen Euro an Kosten zu zwei Dritteln durch Zuschüsse und Eintrittsgelder finanziert wurden. Auf Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden Göth war sich die Stadtratsfraktion auch darin einig, dass die Anbindung des Stadtteiles Rosenberg Ost - statt durch einen Brückenneubau an der Meierfeldstraße – zunächst besser über eine Neugestaltung der Poststraße erfolgen sollte.

Zum Abschluss sollte auch die Sanierung des Ortskernes Rosenberg mit dem Bauabschnitt III kommen. Eine Finanzierung analog der Bauabschnitte I und II ist hier anzustreben, entsprechendes Geld im Haushalt einzustellen.

 

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