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Bahnstrecke Nürnberg - Schwandorf

Veröffentlicht am 14.06.2010 in Landespolitik

Die Schließung der Elektrifizierungslücke zwischen Nürnberg – Marktredwitz – Landesgrenze CZ ist seit Jahren vorgesehen. Dieser Abschnitt ist Gegenstand der Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der Eisenbahnverbindung Nürnberg – Prag zwischen der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland vom 07.06.1995 sowie Bestandteil des Bundesverkehrswegeplanes von 2003 und dort als Neues Vorhaben in den Vordringlichen Bedarf unter der laufenden Nummer 16 eingestuft. Die Verlängerung der bereits realisierten Elektrifizierung über Hartmannshof hinaus nach Amberg und Schwandorf wäre nach Ansicht von MdL Reinhold Strobl (SPD) eine sinnvolle Ergänzung und würde die Infrastruktur der Bahn innerhalb der Metropolregion Nürnberg erheblich verbessern. Dies wird so auch vom Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly gesehen.

Sein Vorschlag geht dahin, die Elektrifizierung der beiden Strecken nach einem zweistufigen Konzept zu realisieren, bei dem die Strecke nach Marktredwitz die eindeutig höhere Priorität hätte. Auf keinen Fall sollte es seiner Meinung nach in der Diskussion zu einem gegenseitigen „Ausspielen“ der beiden Strecken kommen, wie es sich derzeit zwischen den Streckenabschnitten Nürnberg – Marktredwitz und Regensburg – Hof abzeichnet. Dr. Ulrich Maly hat gegenüber Strobl versichert, dass die Verbesserung der Bahninfrastruktur im Interesse des Wirtschaftsstandorts und der Europäischen Metropolregion Nürnberg liegt und er sich deshalb für einen Ausbau der Schienenverbindung Nürnberg – Amberg – Schwandorf im Rahmen des oben skizzierten Vorgehens einsetzen wird.

Als Federführer für die verkehrlichen Belange der IHKs in der Metropolregion Nürnberg hat die IHK Nürnberg bezogen auf die Destination Nürnberg – Prag – via Amberg – Furth im Wald eine kritische Haltung. Hier priorisiert sie eindeutig die Verbindung über Marktredwitz nach Prag. Hintergrund ist hier, dass diese Strecke Teil des Transeuropäischen Netzes TEN 22 ist. Weiterhin sei diese Strecke bereits im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verankert. Die IHK schreibt in einem Brief an Strobl jedoch auch: „Durch die in Kürze abgeschlossene S-Bahnverlängerung bis Hartmannshof würde sich eine weitere Ertüchtigung in Form einer Elektrifizierung und eines zweigleisigen Ausbaus ab Hartmannshof bis Amberg bzw. Schwandorf durchaus anbieten. So könnten auch Pendler, Touristen und Einkaufskunden innerhalb der Metropolregion deutlich besser den öffentlichen Verkehr nutzen.

Inzwischen hat MdL Reinhold Strobl auch einen Brief an Wirtschaftsminister Martin Zeil geschrieben: „Die Planungsabteilung des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg GmbH hat Kostenschätzungen für die infrastrukturelle Ertüchtigung der Streckenverbindung Nürnberg – Amberg – Schwandorf durchgeführt. Die Zahlen liegen mir vor und rechtfertigen meines Erachtens durchaus den weiteren Ausbau der Strecke, sei es hinsichtlich der Zweigleisigkeit, als auch der weiteren Elektrifizierung über Hartmannshof hinaus. Die Verlängerung der bereits realisierten Elektrifizierung über Hartmannshof hinaus nach Amberg und Schwandorf wäre hinsichtlich einer durchgehenden Elektrifizierung aus der Metropolregion Nürnberg nach Regensburg eine sinnvolle Ergänzung für die Schließung der Elektrifizierungslücke und Teil der Maßnahme Regensburg – Hof.“

Hinter dieser Forderung, so Strobl, stehen sowohl die beiden IHKs als auch der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.

Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach

Tel. 09622 - 70 36 36
Fax: 09622 - 70 36 35

Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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