Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle genehmigt 16 Kooperationsmodelle in ganz Bayern. „Ist das der große Wurf in der Bildungspolitik?“ fragt der SPD-Bildungspolitiker Reinhold Strobl und stellt fest, dass z.B. lediglich eine Schule in der Oberpfalz berücksichtigt wurde.
Er weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Schulen alleine in der Oberpfalz einen Antrag auf Teilnahme am Schulversuch Hauptschule – Realschule gestellt haben.
Es gebe aber auch etwa 40 Anträge auf Einrichtung einer Regionalschule und ebenfalls etwa 40 Anträge auf Genehmigung einer Reformschule in Bayern.
„An über 300 Hauptschulstandorten gibt es Handlungsbedarf“, so Strobl. Überall dort würden sich die Kommunalpolitiker und die Schulleitungen Gedanken über die Zukunft ihrer Hauptschule machen. Die Kooperationsschulen würden dabei keine Hilfe für den ländlichen Raum darstellen.
„16 genehmigte Kooperationsmodelle – ohne ausreichende Ausstattung mit Personal- und Sachmittel in ganz Bayern schon überhaupt nicht“ kritisiert der SPD-Abgeordnete. Das Hauptschulsterben würde weitergehen, wenn sich die bayerische Staatsregierung nicht endlich bewege und auch andere Schulmodelle zu lasse.
„Man darf gespannt sein, was Spaenle noch alles einfallen wird.“ Seit Jahren gebe es ein Modell nach dem anderen, eine Hauptschulinitiative nach dem anderen, eine Schulreform nach der anderen und die Situation draußen in den Gemeinden und an den Schulen werde immer schlechter. Strobl teilt die Auffassung eines Schulleiters, welcher ihm vor kurzem mitteilte:
„Für das ‚flache Land’ mit den einzügigen Hauptschulen hat dieses Kooperationsmodell keinerlei positive Auswirkungen. Vielmehr steht zu befürchten, dass in Zukunft noch mehr kleinere Schulen aufgelöst werden.
Ein Schritt mit dubiosem Ausgang.“ Strobl fordert Spaenle auf: „Lassen Sie endlich Schulmodelle, so wie sie von unzähligen Gemeinden beantragt wurden, zu. Bevormunden Sie nicht weiter die Kommunen und die Schulleitungen in Bayern.“
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
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