SPD-Stadtratsfraktion besichtigt neuen Eltern-Kind-Bereich - Weitere Planungen vorgestellt
Wie wirkt sich der neu gestaltete Eltern-Kind-Bereich auf die Besucherzahlen im Waldbad aus? Die Stadtratsfraktion der SPD ließ sich neben dem neuen Planschbecken über die geplanten Fortschritte in der Anlage informieren. Fraktionssprecher Joachim Bender erinnerte dabei an den 7. Mai, den Tag der feierlichen Eröffnung dieses ersten erledigten Abschnittes.

Das Ganzjahresbad beschäftige die SPD im Stadtrat schon viele Jahre. Inzwischen gebe es eine erfolgreich arbeitende fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe zu dem Thema. "Hier halten sich mit Abstand am meisten Leute auf!", resümierte Schwimmmeister Thomas Albert. Der neue Eltern-Kind-Bereich erfreue sich großer Beliebtheit, das wirke sich auch auf die Besucherzahlen aus: Während im Juni und Juli 2011 rund 14 000 bzw. 12 200 Besucher kamen, zählten die Verantwortlichen heuer 15 600 bzw. fast 14 000 Badegäste - dabei sind die eintrittsfreien Kleinen noch gar nicht erfasst. Sehr positiv, so der Schwimmmeister, äußerten sich auch die Besucher aus anderen Bundesländern, die hier Urlaub machen: "Um so ein herrliches Bad zu finden, muss man schon weit fahren!", heiße es immer öfter.
Wo ist zweites Segel?
Thomas Steiner und Hermann Völlger, beide für die SPD in der Arbeitstruppe tätig, fragten nach dem zweiten Sonnensegel. Hier gebe es noch Abstimmungsschwierigkeiten wegen der Statik, erläuterte Albert. Der Bauausschuss soll sich demnächst damit beschäftigen. Ob der kiesartige Sand am oberen Spielplatz durch feineren Spielsand ersetzt werden könne, war die zweite Frage. Hier sei zu bedenken, dass die Kinder ohnehin schon vom Matsch-Spielplatz oft mit Sand auf der Haut direkt ins Planschbecken liegen, ohne vorher zu duschen. Mit gröberem Material stelle sich dieses Problem nicht so stark.
Thomas Steiner stellte die nächsten Planungsschritte vor: Es gebe zwei Varianten, bei beiden aber sei der komplette Abbruch der Gebäude im Eingangsbereich erforderlich. Denkbar sei ein Eingang vom Parkplatz aus über eine Terrasse mit Kassenanlage und Personalräumen, während das untere Geschoß den Kiosk, die Umkleiden und Duschen aufnehmen könne. In jedem Fall solle der Baubeginn im Herbst 2013 liegen, so dass das Bad nächstes Jahr schon ab 1. September geschlossen sein könne. An Gesamtkosten rechne man derzeit mit etwa 800 000 Euro für diesen zweiten Abschnitt.
Qualität erhalten
"Auf jeden Fall", zeigten sich Bender, Steiner und Völlger am Ende des Besuchs einig, "wollen wir die Qualität nicht herunterfahren". Dies betreffe etwa Einrichtungen wie Einzelduschen. "Die Arbeitsgruppe wird auch hier eine gute Lösung erarbeiten!"
Text SRZ Gebhardt Joachim
Bild Stadt Su-Ro