Auf Initiative der Stv. Vorsitzenden des SPD Unterbezirkes AM-Sul/Neumarkt, Birgit Fruth, besuchte das Gremium an ihrer Spitze, der SPD Europa-Abgeordnete, Herr Ismail Ertug, die VII. Abteilung der Bay. Bereitschaftspolizei in Sulzbach-Rosenberg. Empfangen wurde die Delegation von Ltd. Polizeidirektor Herrn Josef Strobl, der mit seinen Mitarbeitern eine interessante aufschlussreiche Präsentation vorbereitet hatte. Anhand von einigen Zahlen, Daten und Fakten wurde den Mandatsträgern die momentane Situation der Abteilung dargestellt.
So hat die Sulzbacher Dienststelle, Bayerns größte mit 1200 Beschäftigten, momentan die Problematik der Sanierung der Dächer der Häuser in der Liegenschaft. Auch wird über eine Installation einer Photovoltaikanlage für diesen Bereich diskutiert. Den Stand der Ausbildung der rund 850 „BiAs", Beamter in Ausbildung, erklärte Herr EPHK Bürner. 217 Stammbeamte kümmern sich um eine fundierte, praxisorientierte Ausbildung, die viel von den jungen Menschen abverlangt. Demnach ist vor allem die Persönlichkeitsbildung eine tragende Säule in der Ausbildung der angehenden Polizisten. „Den Beruf des Polizisten kann man vergleichen mit einem sog. Sozial-Ingenieur" , so der Ltd. Polizeidirektor Strobl. Für die täglich wachsenden Aufgaben der bay. Polizei benötigt man Personal, das über das nötige Fingerspitzengefühl verfügt, schwierige Situationen richtig einzuschätzen. Am Standort wird aus diesem Grund speziell darauf geachtet, wie sich der angehende Polizeibeamte in der Praxis bewährt.
Die enorme Wirtschaftskraft des Polizei-Standortes Sulzbach-Rosenberg konnte auch Joachim Bender SPD Kreisrat, bestätigen. Viele Wirtschaftszweige der Herzogstadt profitieren vom Standort und sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Denn auch als ziviler Arbeitgeber hat die „BePo" einen guten Ruf. Als eingetragener Ausbildungsbetrieb bei der Handwerkskammer, es werden im Moment fünf Auszubildende als KfZ-Mechatroniker beschäftigt, übernimmt auch hier die Bereitschaftspolizei Verantwortung.
„Wie reagiert die bayerische Polizei auf die steigende Kriminalität im Internet? Was setzt sie dagegen?", dies wollte Birgit Fruth von den Fachleuten erklärt wissen. Auch hier werden neue Wege eingeschlagen. Die Ausbildung von sog. „Cyber-Cops", also speziell ausgebildeten Polizisten für die virtuelle Welt, wird in Sulzbach ausgebaut und vorangetrieben.
Auch Seiteneinsteiger und Berufsfremde haben hier eine Chance, in den Polizeidienst zu gelangen, so z.B. Steuerfachleute und IT-Fachkräfte. Die große Politik wurde in der lebhaften, sehr angenehmen Diskussion nicht ausgelassen. Strobl erläuterte den Besuchern die neue Kooperation zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem nordafrikanischen Tunesien. Einem Staat der nach dem „arabischen Frühling" gen Westen strebt und um Unterstützung auch gerade im Rechtswesen bittet. Dieses Projekt wird vom Standort Sulzbach-Rosenberg aus betreut. Kompetentes und hochqualifiziertes Personal befindet sich im Austausch mit den Polizei-Vertretern von Tunesien. Ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Demokratisierung dieses Landes, da waren sich alle Beteiligten einig.
EU-Abgeordneter Ertug ging am Ende des Info-Gespräches auf die momentane prekäre Situation der Flüchtlingsströme in Europa und Richtung Deutschland ein. Auch hier war man sich in der Runde einig, dass sich der Freistaat bestens auf ihre gut ausgebildete Polizei verlassen kann. Polizei die auch gegenüber den Flüchtlingen der „Freund und Helfer" ist.
Im Namen der SPD und aller Beteiligter bedankte sich die stv. Vorsitzende Fruth für die Einladung und für das aufschlussreiche Informationsgespräch.
F.d.R.
Birgit Fruth
Stv. Vorsitzende des SPD Unterbezirks
Amberg-Sulzbach/Neumarkt