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Breitband auf dem Land - oftmals nur Schmalband!

Veröffentlicht am 22.03.2010 in Bundespolitik

Breitbandanschlüssen auf dem Land ist dank Privatisierung der Telekommunikation schlicht nicht rentabel. Die angeblich marktwirtschaftliche” FAZ beschwert sich über die fehlende Daseinsvorsorge und versteht anscheinend nicht, dass das Zusammenwerfen von “Regulierung”, “Privatisierung” und “gesetzlicher Grundversorgungspflicht” ein offensichtlicher innerer Widerspruch ist.

Selbst bei bescheidenen Anwendungen wie Internetsurfen oder E-Mail-Abruf ist der enge Flaschenhals des Bauern-DSL stets zu spüren: WWW-Seiten bauen sich nur gemächlich auf, das Laden einer einzigen E-Mail mit Megabyte-Anhängseln dauert etliche Minuten. Die Liste des Leidens ließe sich nahezu beliebig verlängern, und man kommt ins Grübeln: Auf dem Dorf reicht das Straßennetz bis zum letzten Einödhof. Es gibt Strom aus der Steckdose und Wasser aus der Leitung. Der Postbote muss jeden Tag seine Fahrt antreten, der Rundfunk ist überall flächendeckend zu empfangen. Nur beim Breitbandanschluss ist man in dieser führenden Industrienation einer verkorksten Regulierung und einer alles andere als funktionierenden Marktwirtschaft ausgesetzt. Und ohne eine gesetzliche Grundversorgungspflicht wird sich daran in den kommenden Jahren auch nichts ändern.
Quelle: FAZ

Anmerkung: Die flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen auf dem Land ist dank Privatisierung der Telekommunikation schlicht nicht rentabel. Die angeblich marktwirtschaftliche” FAZ beschwert sich über die fehlende Daseinsvorsorge und versteht anscheinend nicht, dass das Zusammenwerfen von “Regulierung”, “Privatisierung” und “gesetzlicher Grundversorgungspflicht” ein offensichtlicher innerer Widerspruch ist.
Dass das “platte Land” bei der Breitbandversorgung immer weiter zurückfällt, ist tatsächlich ein Drama; man kann das als “Kollateralschaden” der gewünschten gewinnträchtigen Privatisierung akzeptieren oder (ausgerechnet!) den Staat für die Grundversorgung haftbar machen (was die “freie Marktwirtschaft” einschränkt oder aber dem Staat die hohen Kosten aufdrückt), aber nicht nach Belieben zwischen beiden Positionen hin- und herspringen.

 

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