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"Brenne für weitere sechs Jahre"

Veröffentlicht am 13.10.2017 in Kommunalpolitik
SPD nominiert Michael Göth als Bürgermeister-Kandidaten
 
Die Botschaft war klar: "Ich kann als erfahrener Kommunalpolitiker und Bürgermeister die Stadt effezient und zielführend auch in den kommenden Jahren lenken!" Michael Göth untermauerte seine Absicht, am 14. Januar wieder zum Rathaus-Chef gewählt zu werden, mit einer 100-Prozent-Zustimmung seines SPD-Ortsvereins zur Kandidaten-Kür.

 

Der Rückblick auf die Bundestagswahl war wohl der einzige negative Punkt an diesem Abend: Ansonsten freute sich SPD-Chef Joachim Bender, dass seit Montag über 1500 neue Mitglieder in die Bundes-SPD eingetreten seien. Die Herzogstädter Genossen zeigten sich auch geschlossen und füllten den Kettelersaal, als es um die Nominierung des Bürgermeister-Kandidaten für die Wahl am 14. Januar 2018 ging. Wer das sein sollte, daran ließ Bender keinen Zweifel: "Die Bürger wissen, was Michael Göth und die Stadtratsfraktion bisher alles geleistet haben!"

In seiner Bilanz griff Michael Göth denn auch viele Projekte auf (siehe Infokasten), nannte aber auch andere Höhepunkte, etwa bei der Rosenberger Ortsmitte: "Ich habe mit dem Kauf der Waage und der Videothek durch die Stadt die Initiative ergriffen und dadurch die Gebäude ins öffentliche Interesse gerückt."

Investieren in Bildung

Die Erneuerung der Schulen und Kindertagesstätten, also Investition in Erziehung und Bildung, sei sein besonderes Anliegen gewesen. Er nannte hier den Waldkindergarten und die Tagesstätte "Guter Hirte". Seit 18 Jahren verfolge er gemeinsam mit der SPD-Fraktion die Erneuerung des Waldbades hin zum Ganzjahresbad. Besonders stolz zeigte sich Michael Göth auf die Wirtschaftsdaten: Seit 2012 habe die Zahl der beschäftigten um fast 20 Prozent auf 8826 zugenommen - immerhin 33 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im gesamten Landkreis. Da bedeute auch Arbeitsplätze für das Umland. Dementsprechend seien die Steueranteile gestiegen.

Von mehr als 14 Prozent sei die Arbeitslosenquote kontinuierlich auf nunmehr bis zu 2,7 Prozent gesunken. Deswegen seien auch die Erschließungs-maßnahmen im Gewerbegebiet Kauerhof vernünftig gewesen. Auch dank der Bauplatz-Ausweisung befinde sich der Bevölkerungsstand wieder im Aufwind Richtung 20 000.

"Ich habe darauf geachtet, den Haushalt zu konsolidieren, Verschuldung abzubauen und dies mit den Investitionen in Einklang zu bringen!" Vier Jahre ohne Neuverschuldung und mehr als drei Millionen Schuldenabbau seien ein Erfolgsbeweis.

Erst Kostenschätzung

Wichtig sei es, den gesamten Seidel-Komplex in den Besitz der Stadt zu bringen, um dort die Entwicklung steuern zu können. "Wenn sich die Voruntersuchungen und Sanierungskosten mir und dem Stadtrat schlüssig darstellen, können Kauf und Sanierung in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen werden!" Die Kulturwerkstatt mit ihrem hochwertigen Programm sei nicht mehr wegzudenken und werde auch in diesem Umfang beibehalten.

Göth bat um Unterstützung für ein hervorragendes Ergebnis am 14. Januar und verwies auch auf die neue Homepage www.michael-goeth.de.

Die Versammlung kürte ihn anschließend einstimmig zum Bürgermeister-kandidaten.

Bilanz und Ziele Michael Göth zählte eine ganze Reihe von Projekten auf, die er als Zwischenbilanz nach sechs Jahren auf der Erfolgsliste stehen hatte:

  • Sanierung und Neubau der Pestalozzi-Grundschule (8 Millionen Euro) plus zweifach-Turnhalle mit Außenanlagen (3,2 Millionen)
  • energetische und brandschutztechnische Sanierung Jahn-Grundschule plus Neubau Einfeld-Sporthalle (2,5 Millionen)
  • Neue Betreuungsangebote in Kinderkrippen Sonnenschein und AWO
  • Umfangreiche Erneuerungen im Waldbad (Eltern-Kind-Bereich, Eingangsbereich, Umkleiden, Parkplatz, Spielplatz, Beckenabdeckung)
  • Kreisverkehr Neumarkter Straße
  • Neubau Kauerhofer Straße plus Radweg
  • Brückenneubauten in Erlheim und Unterschwaig

Ziele für die Zukunft:

  • Weitere Maßnahmen im Waldbad,
  • Ausweitung Kinderkrippen und -tagesstättenplätze,
  • Pausenhof Jahn-Schule,
  • energetische Sanierung Krötenseeschule,
  • Erwerb und Sanierung Seidel-Anwesen
  • Sanierung von Spielplätzen,
  • Baugebiet Kempfenhof-Ost,
  • Mischnutzung MH-Gelände und Lohe II,
  • Erhalt und Sanierung des Hochofens. (ge)

Noch keine Trägergesellschaft

In seiner Bilanz sprach Bürgermeister Michael Göth auch das Thema Hochofen-Plaza an.

Hier erteilte er der schnellen Gründung einer Trägergesellschaft eine Absage: Erst solle eine Kostenermittlung zum Gesamt-Erhalt und auch zur Begehbarkeit her. Er werde weiter versuchen, alle an einen Tisch zu bringen. Wenn dann noch geklärt sei, wie sich der Eigentümer einbringe, könne eine Betreibergesellschaft gegründet werden, in der aber der Freistaat Bayern die Federführung übernehmen müsse. Die Stadt werde sich im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten beteiligen.

 

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