Beeindruckt zeigte sich Christian Beyer, Bundestagskandidat der SPD, bei einem Gemeindebesuch vom hohen Ausstattungsniveau der Hauptschule Ensdorf. Der SPD-Bundestagskandidat ließ es sich am Samstagnachmittag nicht nehmen nach Ensdorf zu kommen, um sich über die Schulsituation informieren zu lassen.
Nachdem Rektor Seeliger leider verhindert war, erklärte sich der „Alleskönner“ der Ensdorfer Schule, Hausmeister Stefan Reinwald bereit, den Gast durch seine Schule zu führen. „So eine Ausstattung bekommt man ja nicht einmal in München zu sehen,“ so Christian Beyer, als er sich überzeugen konnte, dass in Ensdorf jedes Klassenzimmer mit Beamer, Laptop und Internetanschluss ausgestattet ist.
Als einzige Schule im Landkreis würden zudem die Klassenzimmer mit Internet über das hauseigene Stromnetz versorgt konnte Gemeindrat Werner Scharl berichteten. Dass in Ensdorf in diesem Jahr wieder zwei fünfte Klassen unterrichtet werden, darüber freut sich der Gemeindrat. Ein weiteres Highlight der Ensdorfer Schule sei die neue eingeführte „Offene Ganztagsschule,“ berichtete der dem Bundestagskandidaten. Diese würde von insgesamt 56 Schülern in Anspruch genommen. Sämtliche dazu notwendige Umbauarbeiten in der ehemaligen Lehrerwohnung habe Hausmeister Stefan Reinwald durchgeführt.
Wie Werner Scharl weiter ausführte, seien schulische Großveranstaltung aber auch die Aktivitäten des Wandervereins wie der jährlichen Internationalen Wandertage ohne die Unterstützung des Hausmeister nicht zu denken. Beim abschließenden Gedankenaustausch gab sich Werner Scharl überzeugt, dass nur durch ein Miteinader von Landgemeinden, Parteien und Gruppierungen es möglich sein werde, „gegenüber den Städten und der Regierung in München genügend Gewicht aufzubauen zu können um die Schulen auf dem flachen Land zu erhalten.“
Christian Beyer konnte dazu von Elternbefragungen durch den Bayerischen Lehrerinnen und Lehrerverband (BLLV) berichten, wonach Eltern durchaus bereit seien ihre Kinder mit Realschulniveau vor Ort an den Hauptschule unterrichten zu lassen, „wenn sie in den Hauptfächern von Realschullehrkräften unterrichtet werden.“ In diesen sogenannten „Reformschule“ könne ein gleichwertiger Realschulabschluss erreicht werden. Laut Beyer ist es allemal sinnvoller einen Realschullehrer nach Ensdorf zu schicken, statt ganze Busladungen von Schülern kostenträchtig nach Amberg zu karren.
Beim anschließenden Gang durch die Gemeinde steuerten Gemeinderat Scharl mit Beyer natürlich auch den Stephansturm an. Hier trafen sie zufällig Bürgermeister Dollacker im Gespräch mit einem Steinmetz. Dollacker ließ es sich nicht nehmen dem SPD-Bundestagskandidaten „seinen Turm“ zu zeigen. Außerdem war er ganz begeistert, von dem Fingerabdruck aus der Erbauungszeit des Turms, der beim Abnehmen der Putzschichten gefunden worden war. Bürgermeister Dollacker und Gemeinderat Scharl freuen ich darauf, beim Gemeindefest 2010 den „Wächter über das Vilstal, den Stephansturm“ restauriert zeigen zu können.
Text: Hubert Söllner