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Damit die Schule im Dorf bleibt

Veröffentlicht am 24.08.2006 in Bildung

SPD-Bildungspolitiker Strobl: Schließungen schaden mehr als sie nützen - soziale und wirtschaftliche Nachteile.

Seit Einführung der sechsstufigen Realschule wurden in Bayern bereits 358 Teilhauptschulen und voll ausgebaute Hauptschulen geschlossen und nach Angaben des Kultusministeriums werden bis zum Sommer 2007 weitere 299 Teilhauptschulen aufgelöst. "Die Auflösung von Schulen bedeutet nicht nur die Trennung der Kinder und Jugendlichen von ihrem gewohnten Lebensumfeld, sie hat auch Konsequenzen für die gesamte Gemeindestruktur. Mit ihr stirbt auch eine lange Tradition und ein Teil des öffentlichen Lebens", stellt der Oberpflälzer Strobl fest: "Kirche, Schule und Wirtshaus sind nun mal die Fixpunkte in jeder Gemeinde und wenn man hier ein Element ausradiert, um Kosten zu sparen, dann trifft man den Lebensnerv der Kommunen."

Strobl: "Schulen sind Orte der sozialen und kulturellen Identifikation im Dorf. Sie bieten Raum für Veranstaltungen, Musikschulen und sportliche Aktivitäten. Sie sind Treffpunkt für Vereine und lokale Organisationen und bieten Austausch und soziale Kontakte. Der Lehrer oder die Lehrerin ist noch eine bekannte Gestalt, mit der man auch jenseits von Sprechstunden Kontakt hat und beide sind ein vertrauter Teil des Lebens für Eltern wie Kinder. Ein Wohnort ohne Schule ist auch für junge Familien unattraktiv, die längerfristig den Ort verlassen oder gar nicht erst zuziehen werden. Das aber heißt, dass über kurz oder lang die ausgeglichene Bevölkerungsstruktur eines Ortes zerstört wird", gibt der Oberpfälzer Abgeordnete zu bedenken. "Das ist ein Schaden, den die angebliche Einsparung von Lehrern verursacht, der nicht mehr zu beheben ist. Auch die örtlichen Vereine und Institutionen wie etwa Feuerwehr und Jugendorganisationen werden Probleme haben, junge Mitglieder zu werben, wenn die Kinder in einem anderen Ort zur Schule gehen und die lokalen Bindungen verlieren", betont Strobl.

"Man sieht also, die Konsequenzen der Schulschließungen sind weitaus komplexer, als es die Staatsregierung in ihrem kurzfristigen Spardenken wahrnimmt. Was wir brauchen, ist ein schlüssiges, durchdachtes Konzept, wie auch langfristig Schulstandorte erhalten bleiben können, damit Schülern, Eltern, Lehrern und den Gemeinden eine Perspektive gegeben wird."

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Dieser Pressemitteilung ist eine Annonce des Marktes Freihung beigelegt. Der Markt Freihung müsste hier 14 x 1.025 Euro Gastschulbeiträge bezahlen.

Reinhold Strobl, MdL
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax. 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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