
STIMMKREISREFORM Auerbacher Kommunalpolitiker wollen eine Zuweisung nach Tirschenreuth nicht hinnehmen

Kritik kommt auch von der Spitze des SPD-Ortsvereins.
Die Idee, die Stadt Auerbach dem Stimmkreis Tirschenreuth anzugliedern. könne nur auf einem fernen Schreibtisch entstanden sein, sagt Vorsitzender Peter Danninger. „Wer die Struktur der nördlichen Oberpfalz wirklich kennt, weiß sehr genau. dass wir bedingt durch den Truppenübungsplatz wenige Ver-knüpfungen mit NEW und nahezu keine Verbindungen zu Tirschenreuth haben."
Eine inzwischen gewachsene Struktur mit Auerbach im Landkreis Amberg-Sulzbach soll nun aufgelöst werden, um den Wahlkreis Tirschenreuth zu stärken. „Gleichzeitig wird es für uns dadurch noch schwieriger, im ländlichen Raum einen Abgeordneten zu stellen, hingegen die Städte wieder mal gestärkt werden", fügt, Danninger hinzu.
SPD war überrascht.
Für die Auerbacher würden ein Wechsel bedeuten, dass sie politische Vertreter im Landtag haben, die deren regionale Herausforderungen (noch) nicht kennen. „Als Bürgermeister Neuss am Mittwoch in der Stadtratssitzung von den Plänen des Innenministers berichtete, war ich schon sehr überrascht, dass auch die CSU-Fraktion im Stadtrat ebenfalls noch keine Ahnung von diesen Plänen hatte, obwohl sie als einzige Partei mit Dr. Harald Schwartz einen Wahlkreisabgeordneten stellt. Leider war auch die Stellungnahme von Herrn Dr. Schwartz nicht von großem Kampfgeist gegen diese Pläne geprägt, was ich sehr bedauerlich finde und sich hoffentlich noch ändert", macht der SPD-Vorsitzende deutlich.
Danninger teilt mit, dass sich die SPD seit Bekanntwerden dieser Pläne sofort auf Kreisebene ausgetauscht und verschiedene Optionen diskutiert habe. „Solange kein Beschluss vorliegt, werden wir Jedoch alles versuchen, um diese abwegigen Pläne zu umgehen und eine sinnvollere Lösung anzustreben.'
Noch während der Stadtratssitzung seien sich alle Fraktionen sofort über eine Ablehnung dieses Vorhabens einig gewesen. Es gebe bereits eine Sammlung von „gewichtigen Argumenten", die aus Sicht der SPD gegen diese Reform sprechen. „Wir werden diese an unsere SPD-Mandatsträger Uli Grötsch (MdB) und Ismail Ertug (MdEP) weiterleiten und um deren Unterstützung vor dem Landtagsbeschluss bitten."
Danninger hat auch bereits mit Kreisvorsitzendem Uwe Bergmann und dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl gesprochen. „Der gemeinsame Tenor war, dass gerade die Kreis-SPD die Abgabe Auerbachs an einen anderen Wahlkreis hart treffen würde."
