Sulzbach-Rosenberg. (phl) In regelmäßigen Abständen besucht der SPD-Ortsverein Institutionen, die durch ihre Arbeit zur Sicherheit und Lebensqualität in der Herzogstadt entscheidende Beiträge leisten. Zum neuen Jahr besichtigten Ortsvereinsvorsitzender Michael Göth, Bundestagswahlkandidat Christian Beyer, MdL Reinhold Strobl und einige Mitglieder des Vorstandes das Bayerische Rote Kreuz, die Freiwillige Feuerwehr Rosenberg, das Technische Hilfswerk und die Polizeiinspektion.
Die BRKler dankten den SPD-Mandatsträgern, ohne deren Unterstützung der Umzug in die neuen Räume neben dem St.-Anna-Krankenhaus nicht möglich gewesen wäre. Vor allem die neue Anbindung an die B 85 hob man als entscheidenden Standortvorteil hervor. Auch für das Krankenhaus werde dies einen infrastrukturellen Vorteil in der Konkurrenz mit anderen Standorten bedeuten.
Neues Auto nötig
Bei der FFW Rosenberg hob Michael Göth die Leistungen der Aktiven hervor. Mit den Örtlichkeiten sei man laut Kommandant sehr zufrieden, allerdings wären dringend Neuanschaffungen im Fahrzeugbereich nötig, um auch künftig den Brandschutz - vor allem für das nahe liegende Industriegebiet - gewährleisten zu können. So gelte es, ein bereits 30 Jahre altes Löschfahrzeug zu ersetzen. Besondere Sorgen bereiten der Feuerwehr vor allem die seit Jahren rückläufigen Zahlen an ehrenamtlichen Helfern bei gleichzeitig steigenden Anforderungen. Die SPD sicherte zu, sich für mehr Anreize zum Beitritt einzusetzen.
Insgesamt betonten die Feuerwehrleute jedoch: "Wir sind sicherlich eine Vorzeigefeuerwehr". Dies läge vor allem auch an der stets einwandfreien Unterstützung durch die Stadt, die sich stets bemühe, sie technisch am neuesten Stand zu halten. Auch ansässige Unternehmen ließen es an Unterstützung nicht mangeln.
Beim Technischen Hilfswerk (THW) wurde man mit einer eindrucksvollen Bildpräsentation über die Aktivitäten empfangen: Übungen, Einsätze z.B. nach dem Sturmtief "Emma". Insgesamt habe der "harte Kern" des THW mit ca. 35 Aktiven 2008 rund 11 000 Dienststunden abgeleistet. Um weiter einsatzfähig zu bleiben, habe man außerdem ein neues Fahrzeug angeschafft - allein durch Einnahmen und Spareinlagen des Ortsvereins finanziert.
Zu wenige bleiben
Jedoch kämpft auch das THW mit dem zentralen Problem aller Einrichtungen, dem Nachwuchs. Ersatzdienst anstelle des Wehrdienstes sei zwar immer noch für viele junge Männer willkommene Alternative, doch blieben danach zu wenige dauerhaft als Aktive erhalten.
Auch ist man auf der Suche nach einem Sponsor, um das neue Einsatzfahrzeug mit einer modernen Wärmebildkamera auszurüsten, die etwa die Suche nach verschütteten Personen erheblich erleichtern könnte. Da es sich dabei aber um finanzielle Größenordnungen handele, die man nicht selbst schultern könne, wäre Unterstützung seitens der Wirtschaft wünschenswert. Auch hier signalisierte die SPD, man werde prüfen, inwieweit man das THW bei Sponsorensuche unterstützen könne.
Bei der Polizeiinspektion ist man zu Recht auf die erfreulich hohe Aufklärungsquote stolz. Auch die Problematik der letzten Jahre bei jugendlichen Gewalttätern und Delikten habe sich letztendlich lösen lassen. "Es gibt keinen Anlass, sich in Sulzbach-Rosenberg nicht sicher zu fühlen."
Sorgen wegen Personal
Dienststellenleiter Roland Renner hob auch die gute Zusammenarbeit mit den Aktiven der Jugendarbeit wie z.B. dem Jugendtreff Hängematte und dem CJD hervor. Sorgen bereitet den Ordnungshütern vor allem die personelle Situation. Michael Göth sicherte zu, ihre Sorgen an entsprechende Stellen weiterzuleiten.