Ehrenamtsempfang der Amberger SPD -
"Auch ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, einer der größten Schätze sind, die wir in Deutschland haben." So beschrieb der Bundestagsabgeordnete Christian Flisek den Stellenwert der ehrenamtlichen Tätigkeit in unserer Gesellschaft.
Der SPD Stadtverband Amberg hatte gemeinsam mit der SPD-Fraktion im Amberger Stadtrat Ehrenamtliche zu einem Empfang ins Amberger Congress Centrum eingeladen. So fanden sich etwa 90 Vertreter aus den unterschiedlichsten Bereichen des bürgerlichen Engagements im ACC ein. Unter anderen waren Vertreter aus dem sozialen Bereich, den Wohlfahrtsverbänden, aus Trachtenvereinen, Jugendverbänden, Gewerkschaften und Sportvereinen vertreten. Sie waren ein Spiegel des vielfältigen und bunten Spektrums der ehrenamtlichen Arbeit in Amberg.

SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Stadtrat Martin Seibert begrüßte die Anwesenden und würdigte ihre wertvolle und selbstlose Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Amberg. „Mit diesem Empfang wollen wir Ihnen für Ihre Tätigkeit danken und mit Ihnen ins Gespräch kommen.“
Auch die Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth verwies auf die vielfältigen Aktivitäten der ehrenamtlich Tätigen. Gerade die Betreuung von Flüchtlingen ist ein Musterbeispiel hierfür. „Ich denke hier beispielsweise an die elementarsten Dinge, wie das Verteilen von Verpflegung und Bekleidung an die vielen neuangekommenen Menschen in unserem Land. Auch hier in Amberg war es das Ehrenamt, das immer in erster Reihe stand und Hilfe anbot.“ Dies sei jedoch nur ein Beispiel. „Denn es gibt in unserem schönen Amberg so viele, oft im Verborgenen wirkende Menschen, die sich um andere bemühen und sich damit um unsere Gemeinschaft verdient machen.“
Als Hauptredner hatte die Amberger SPD den Bundestagsabgeordneten Christian Flisek aus Passau eingeladen. Passau, eine Stadt, die in den vergangenen Jahren gezeigt hat, wie unverzichtbar Menschen sind, die sich für die Gemeinschaft einsetzen. „Ich erinnere an das Hochwasser bei uns in Passau 2013. Ohne die vielen Menschen, die sich beim Roten Kreuz, dem THW und der Feuerwehr engagieren, wäre die Notlage bei uns noch viel größer gewesen.“
Außerdem verwies Christian Flisek auf das Jahr 2015 als ehrenamtlich Aktive über Wochen hinweg die ankommenden Flüchtlinge am Bahnhof versorgten und betreuten.
„Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Mit diesen Satz von Willy Brandt aus seiner Regierungserklärung 1969 begann Christian Flisek seine Ausführungen. Denn nicht nur die politischen Parteien tragen zur demokratischen Willensbildung bei, auch in den zigtausenden Vereinen,
Verbänden und Organisationen ist dies der Fall. „Diese Tatsache macht das Ehrenamt zur Keimzelle der Demokratie in unserem Land“ so Flisek.
Besonders erfreut zeigte sich der Bundestagsabgeordnete darüber, dass die Arbeit für die Gesellschaft momentan eine Renaissance erlebe. Knapp 31 Millionen Menschen engagieren sich freiwillig in Deutschland und bringen sich ein. Diese Zahl ist in den letzten fünf Jahren um knapp zehn Prozent angewachsen. Auch viele junge Menschen entdecken die ehrenamtliche Arbeit wieder für sich. „Das alte Mantra, dass die Jugend sich abwendet und nicht bereit ist einen Part in der Gesellschaft zu übernehmen, können wir also getrost einmotten.“
Der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Dieter Weiß verabschiedete Christian Flisek mit einem kleinen Geschenkkoffer mit Hinweisen auf besondere ehrenamtliche Aktivitäten in Amberg wie das Luftmuseum und die Fair-Trade-Stadt Amberg. Dabei erwähnte er auch den anstehenden Mensch-ärger-Dich-nicht-Weltrekordversuch, der auch durch Ehrenamtliche unterstützt wird.
In seinem Schlusswort zitierte Dieter Weiß, den Gründer der Weltpfadfinderbewegung BadenPowell: „Versucht, diese Welt ein wenig besser zu verlassen, als ihr sie vorgefunden habt.“ „Dieser Satz treibt nicht nur Pfadfinder an. Ich glaube, dass alle Ehrenamtlichen diese Welt ein bisschen besser machen wollen“ so Weiß.
Anschließend standen Mitglieder des SPD Stadtverbandsvorstands und der SPD Fraktion im Amberger Stadtrat für persönliche Gespräche zur Verfügung. Stadtverbandsvorsitzender Martin Seibert zog ein positives Resümee dieser Veranstaltung.