Liebe Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte und Unterstützer,
wir erinnern mit dieser Mail noch einmal an den besorgniserregenden Vorstoß der Regierung in Sachen Erneuerbare Energien Gesetz. Unter www.nein-zu-atomkraft.de/mailing.html können Sie in Form einer Emailaktion dagegen vorgehen.
Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen. Etliche haben unseren Aufruf auch an weitere Menschen, Netzwerke und Organisationen weitergeleitet. Die Zahl der versandten Mails wächst stündlich. Vielen Dank dafür!
Trotzdem rennt uns die Zeit davon. Nächste Woche sollen die ersten Entscheidungen fallen. Deshalb bitten wir Euch (falls noch nicht geschehen), den Aufruf an Freunde und Bekannte weiter zu geben, damit wir ein eindrucksvolles Zeichen setzen.
Hier noch mal die Hintergründe:
Kürzlich veröffentlichte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit den Erfahrungsbericht 2011 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und legte diesen dem Bundeskabinett vor. Am 17. Mai wurde darauf basierend eine Gesetzesvorlage veröffentlicht. Der Plan des Umweltministers Norbert Röttgen sieht vor, die Gesetzesvorlage schon kommenden Dienstag zu verabschieden. Damit wäre es möglich, sie im Rahmen des Gesetzpaketes zur Energiewende im Bundestag bereits Ende Juni abzustimmen.
Die Handlungsempfehlungen sehen vor, primär Großanlagen im Bereich der Offshore-Windenergie und der Biomasse stärker zu fördern. Gleichzeitig sollen sich die Bedingungen für Windkraftanlagen an Land und für hofangepasste Biogasanlagen kleiner Landwirte deutlich verschlechtern.
Die Stoßrichtung dieser Vorschläge zielt auf eine Begünstigung großindustrieller Erzeugung, wovon vor allem große Energiekonzerne profitieren. Dezentralität, Bürgerbeteiligung, Netzintegration und Förderung des Mittelstandes (und damit Wettbewerb) werden damit ausgebremst.
Gerade durch die überdurchschnittliche Förderung der Offshore-Windenergie würden sich die Kosten für die Erneuerbaren Energien steigern und damit die Strompreise deutlich erhöhen.
Das ist für uns nicht hinnehmbar. Die Erfolge des EEG in den vergangenen elf Jahren basieren in erster Linie auf der Initiative von aktiven Bürgern und mittelständischen Firmen. Diesen Trend jetzt zu beenden ist ein Schritt in die falsche Richtung. Er manifestiert Marktstrukturen und sichert den Energiekonzernen die langfristige Basis für hohe Gewinne.
Deshalb haben wir eine Emailaktion angestoßen. Das Ziel ist, auf politischer Ebene zu verhindern, dass die Gesetzesvorlage in der jetzigen Fassung Ende Juni vom Bundestag verabschiedet wird.
Auf unserer Website www.nein-zu-atomkraft.de/mailing.html (Menüpunkt EEG 2012) haben Sie die Möglichkeit, ihre Meinung anhand einer individuellen Email an die politischen Entscheidungsträger kundzutun.
Vielen Dank im Voraus und mit herzlichen Grüßen
Trudel Meier-Staude und Siggi Grob
projekt21plus
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