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"Europa muss geschlossen gegen Ebola-Chaos vorgehen"

Veröffentlicht am 24.09.2014 in Europa

Europaparlament fordert Luftbrücke und setzt sich für langfristige Strategie ein

 

Liberia, Guinea und Sierra Leone befinden sich wegen Ebola im Ausnamezustand. „Europa ist jetzt gefordert dabei zu helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dazu brauchen wir eine schnelle, umfangreiche und konzertierte Strategie“, so der Europaabgeordnete Ismail Ertug.

 

Sein Kollege Norbert Neuser, Koordinator des Entwicklungsausschusses, warnt: "Wir können den Kampf gegen die Seuche nicht  gewinnen, wenn die betroffenen Länder wirtschaftlich zusammenbrechen und die Menschen auf der Suche nach Nahrung aus den Quarantänezonen fliehen oder Bestechungsgeld entscheidet, wer sie verlässt."

Der sozialdemokratische Entwicklungspolitiker setzt sich deshalb für die Resolution ein, die die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten dazu auffordert, mit dem Europäischen Zentrum für Koordination von Notfallmaßnahmen zusammen zu arbeiten (Emergency Response Coordination Centre).

 

Diese Resolution richtet sich auf globaler Ebene direkt an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und fordert, sich mit den betroffenen Ländern abzustimmen, Bedürfnisse gezielt zu ermitteln und kurzfristig greifende Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Am Mittwoch beriet das Europäische Parlament in Straßburg über dieses Thema, heute wurde die Resolution dazu angenommen.

 

"Zusätzlich zu der beschlossenen, schnell zu errichtenden Luftbrücke für Ärzte, Pflegepersonal, mobile Labors und  Lebensmittel brauchen wir eine langfristige Strategie, die den von der Epidemie gebeutelten Ländern  hilft, wieder auf die Beine zu kommen", fordern die Sozialdemokraten Ismail Ertug und Norbert Neuser.

 

Der Entwicklungsausschuss hat  deshalb eine Anhörung zu dem Thema am Dienstag anberaumt. Neben der Stärkung der Gesundheitssysteme und Daseinsvorsorge sind auch sichere Wasserversorgung und Abwasserentsorgung notwendig, um die Weiterverbreitung des Virus´ zu verhindern und in Zukunft frühzeitig reagieren zu können.

 

Bislang haben sich rund 5.000 Menschen mit dem Virus infiziert, an dem die Hälfte der Patienten  stirbt. Die Vereinten Nationen befürchten, dass es innerhalb der nächsten Monate 20.000 Ebola-Fälle  und mehr geben könnte. Sie schätzen die Kosten für die Bewältigung der Epidemie auf eine Milliarde  Euro. 

 

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