Reinhold Strobl informiert sich über das Ausmaß der Straßenschäden auf bayerischen Autobahnen und die diesbezüglich notwendigen Sanierungskosten.
Dass es Sanierungsbedarf gebe, stehe fest, so Strobl. Sanierungen dürften aber nicht in die Zukunft verschoben werden. Wer nicht regelmäßig saniere, sei für die Schulden von morgen verantwortlich.
Die Meldungen in den Sommermonaten über Fahrbahnschäden auf Autobahnen hat der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl zum Anlass genommen, beim Bundesministerium für Verkehr nachzufragen, welchen Investitionsbedarf es für die Autobahnen in Bayern gibt, die durch Aufwerfungen von Betonbelägen während der sommerlichen Hitzewelle betroffen sind. Ihn interessierte besonders, welche Autobahnen betroffen sind und ob davon ausgegangen werden kann, dass es sich um Autobahnbeläge eines bestimmten Bauzeitraums handelt. Weiterhin fragte Strobl, welche Autobahnabschnitte in den nächsten Jahren ebenfalls noch betroffen sein könnten und mit welchen Investitionssummen für die Sanierung dieser betroffenen Teilstücke zu rechnen sei.
Aus dem Bundesverkehrsministerium wurde dazu mitgeteilt, dass nach Angaben der bayerischen Straßenbauverwaltung es im Zuge der Hitzeperiode vom 17. bis zum 20. Juni vermehrt zu Hitzeschäden auf Betonautobahnabschnitten der A 3, A 92 und der A 93, die in den 1970er und 1980er Jahren erbaut wurden, kam.
Art und Umfang der Hitzeschäden im Einzelfall würden dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung nicht vorliegen. Daher gebe es auch keine Kostenschätzung hierzu, zumal die Schäden der bayerischen Straßenbauverwaltung in der Regel sofort und zum Teil auch mit eigenen Ressourcen provisorisch beseitigt würden, um dadurch entstandene Verkehrsbehinderungen möglichst schnell zu beseitigen. Die eigentliche Instandsetzung erfolge in der Regel erst zu einem späteren, geeigneten Zeitpunkt.
Die von den Schäden betroffenen Fahrbahndecken seien damals gemäß dem jeweils gültigen technischen Regelwerk hergestellt worden. Für die im Vergleich zu Vorjahren scheinbar größere Häufung der Schäden in Bayern gebe es bislang keine abschließende Erklärung. Seitens der bayerischen Straßenbauverwaltung werde derzeit intensive Ursachenforschung betrieben. Da Hitzeschäden bei Betonfahrbahndecken, wie Frostschäden, nicht vorhersehbare punktuelle Ereignisse darstellen würden, seien vorbeugende prophylaktische Maßnahmen nicht sinnvoll eingrenzbar bzw. nicht möglich. Vor diesem Hintergrund sei es derzeit nicht möglich, einen konkreten Sanierungsbedarf zu quantifizieren.
Dass es diesen Sanierungsbedarf gebe, stehe damit fest, so Strobl. Sanierungen dürften aber nicht in die Zukunft verschoben werden. Wer nicht regelmäßig saniere, sei für die Schulden von morgen verantwortlich.