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Flexible Rentenmodelle statt versteckter Kürzung

Veröffentlicht am 27.09.2010 in Bundespolitik

„Neumarkt ist nach wie vor Bauarbeiterregion Nr. 1 in der Bundesrepublik mit der höchsten Bauarbeiterdichte und die Bauwirtschaft ist die Schlüsselbranche bei uns“, so Vorsitzender Helmut Himmler zu Beginn der letzten Sitzung der SPD- Kreistagsfraktion. Gast bei den Kreispolitikern der SPD war Betriebsratsvorsitzender Peter Prison, zugleich Vorsitzender im Bezirk Oberpfalz der IG Bauen- Agrar- Umwelt.

Der Berger Bürgermeister berichtete vom Schrumpfungsprozess der deutschen Bauwirtschaft. Seit 1995 sei der Umsatz der Branche nach Angaben des Statistischen Bundesamts von 123 auf inzwischen nur noch 85 Milliarden Euro im Jahr gesunken. Die Zahl der Mitarbeiter sei von ehedem 1,46 Millionen auf aktuell 650.000 mehr als halbiert worden. Demzufolge wickle der Baukonzern HOCHTIEF seiner Geschäfte zu 85 Prozent im Ausland ab und auch der Branchenführer vor Ort – die Firma Bögl – müsse zwangsläufig weltweit Aufträge und Umsätze suchen.

Prison, der im Beirat seiner Gewerkschaft auch auf Landes- und Bundesebene vertreten ist, berichtete von einer robusten Konjunktur am Bau und dass nach langer Lohnzurückhaltung jetzt endlich ein kräftiger Zuschlag auf das Einkommen der Bauarbeiter fällig sei. Höhere Löhne seien nicht nur Kosten, sondern zugleich Kaufkraft, die unmittelbar in den regionalen Wirtschaftskreislauf wandert und Umsätze, Arbeits- sowie Ausbildungsplätze bis hin zu erhöhtem Steueraufkommen nach sich ziehe.

Die Arbeit auf den Baustellen – so der Gewerkschafter – habe sich in den letzten 15 Jahren sehr verändert. Den „Allrounder“ am Bau gebe es schon lange nicht mehr, vielmehr seien diese zu hochspezialisierten Fachkräften geworden. Neben harter Arbeit mit wöchentlich bis zu 50 bis 60 Stunden im Sommer müsse ein Bauwerker heute in Duisburg, in drei Wochen in Leipzig und bei Bögl in China, Dubai oder Indien arbeiten. Diese Belastungen seien für die Arbeitnehmer und insbesondere auch für deren Lebenspartner und Familien enorm. Am Bau gebe es zwar einen vernünftigen Mindestlohn, der aber in skandalöser Weise unterlaufen und nicht gezahlt werde. Die Kontrollen des Zolls auf den Baustellen seien viel zu lax und selten.

Intensiv diskutierten die Sozialdemokraten die „Rente mit 67“ und den Widerstand der Gewerkschaften gegen diese Regelung, deren Umsetzung nach Gesetzeslage jetzt im Jahr 2010 überprüft werden muss.

Prison informierte, dass lediglich 9,6 Prozent der in Bauberufen tätigen Arbeiter mit 65 in Altersrente gehen, Bei Dachdeckern und Gerüstbauern seien es sogar nur 3,3 Prozent.

Fraktionsvorsitzender Helmut Himmler meinte, die Rente mit 67 oder gar 70 sei eine einzige Verhöhnung von Menschen, die in der Regel am Bau mit 60 Jahren „kaputtgearbeitet“ seien und denen dann wegen der Abschläge von 3,6 Prozent pro Jahr am Ende des Arbeitslebens ein erheblicher Anteil der Rente vom Buckel geschlagen werde.

Völlig anders sei die Situation bei Akademikern: Ingenieure und Mathematiker gingen selten (14,6 Prozent) gesundheitsbedingt vorzeitig in Rente – ebenso Büroberufe.

Daher wäre für Büroberufe, Politiker und Wissenschaftler ein Renteneintrittsalter mit 67 denkbar, nicht aber für körperlich hart arbeitende Menschen. Differenzierende Lösungen seien demzufolge ein Gebot der Vernunft.

Die generelle Rente mit 67 würde nach Einschätzung Himmlers noch zu einem ganz anderen, äußerst negativen ökonomischen Effekt im Landkreis Neumarkt führen. Das Rentenalter 67 sei in Wirklichkeit ein gigantisches Rentenkürzungsprogramm und dadurch würde der Regionalwirtschaft im Landkreis gewaltige Kaufkraft entzogen.

 

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