„Wenn nichts geschieht, hat Ende nächsten Jahres ein Drittel der Polizeifahrzeuge in der Oberpfalz einen Kilometerstand jenseits von 300.000 km.“ Dies berechnete jetzt der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl aufgrund einer Antwort des Innenministeriums auf seine diesbezügliche Anfrage.
Das schlimme dabei sei, so Strobl, dass die Polizeidienststellen so gut wie kein Geld für Neuanschaffungen hätten. Teilweise müssten diese 5 - 10 Jahre ansparen, um sich ein neues Auto leisten zu können. Die Reparaturkosten würden enorm ansteigen und wiederum den Etat der Dienststellen belasten, der sowieso äußerst knapp bemessen sei.
Aufgrund der damaligen Anfrage und des Medieninteresses kam jetzt Bewegung in die Angelegenheit:
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die mit ihrer spektakulären Aktion „Schrottautos“ Autos mit über 400.000 bzw. sogar 500.000 km ausfindig machte, konnte jetzt einen ersten Erfolg melden. Trotzdem wollen die SPD-Abgeordneten Reinhold Strobl und Stefan Schuster von der Staatsregierung in einer erneuten schriftlichen Anfrage eine Antwort auf folgende Fragen:
Welcher Betrag steht den Polizeidienststellen jährlich für die Anschaffung von Polizeiautos zur Verfügung
Wie hoch ist schon heute die Belastung aufgrund der Leasinggebühren für Polizeiautos bei den einzelnen Dienststellen
Wie schätzt die Staatsregierung die anfallende Belastung für die Zukunft ein
Wie sieht die Staatsregierung die immer höher werdenden Reparaturkosten/Betriebskosten
Warum werden diese in den Budget der Dienststellen nicht berücksichtigt
Im Frühjahr 2005 wurden für die bayerische Polizei Digitalkameras bestellt
und im September 2005 tatsächlich auch an die Polizeidienststellen
ausgeliefert. Diese digitalen Kameras können jedoch bis heute nicht benutzt
werden, da die dazu benötigte entsprechende Software fehlt, um die Daten zur
zentralen Erfassung / Speicherung an das Bayerische Landeskriminalamt
übertragen zu können. Nun interessiert die beiden Abgeordneten, ob die
Ursache dafür beim Hersteller oder beim Bayerischen Innenministerium liegt.
Man darf gespannt sein, so Reinhold Strobl, bis wann die
Polizeidienststellen mit der nötigen Software ausgestattet werden.
Die Antwort des Ministeriums (mit den Kilometerangaben aller Polizeiautos in der Oberpfalz) auf die erste Anfrage hinsichtlich der Polizeiautos kann über das Büro von Reinhold Strobl bezogen werden.
Bürgerbüro MdL Reinhold Strobl
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