Am Sonntag, den 17.2, veranstaltete der SPD-Ortsverein Eisberg einen politischen Frühschoppen, zu dem Fraktionsvorsitzender und OB-Kandidat Florian Fuchs als Redner geladen war. Nach der Begrüßung und einführenden Worten des Ortsvereinsvorsitzenden, Stadtrat Dieter Amann, kam OB-Kandidat Fuchs an die Reihe.
Der sozialdemokratische Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters stellte zunächst einige Punkte aus dem Wahlprogramm der SPD näher vor, so zum Beispiel das Technologiezentrum, welches die SPD seit langem fordere und das dazu beitragen solle, die Kompetenzen von Fachhochschule und örtlicher Wirtschaft zum Nutzen der Stadt zu bündeln. Eben so ging Fuchs auf die dringende Notwendigkeit einer Belebung der Altstadt sowie eines Ausbaus des Amberger Radwegenetzes ein. Frontal angegriffen wurde Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, der nach Worten von Florian Fuchs in der ablaufenden Amtsperiode eine „verheerende Bilanz“ vorweise. Zur Untermauerung seiner These erwähnte der OB-Kandidat zahlreiche Punkte.
Seit fast drei Jahren sei die Dauerbaustelle des ehemaligen Forum und künftigen City Center ein Schandfleck für unserer Stadt, störe Bürger und bedrohe Geschäftsleute in ihrer Existenz . – „Und OB Wolfgang Dandorfer tut nichts!“, so Fuchs.
Darüber hinaus gebe es in Amberg noch immer noch kein Park & Ride - Parkhaus in Bahnhofsnähe. Schon jahrelang benötigten Pendler dringend einen Park & Ride-Parkplatz in Bahnhofsnähe. Die von der SPD wiederholt beantragte Errichtung liege auf Eis, weil OB Wolfgang Dandorfer behaupte, man könne mit der Bahn nicht verhandeln. Andere können das scheinbar schon. „Wenn er keine Lust mehr hat, etwas für unsere Stadt zu tun, dann soll er andere ranlassen!“, betonte Florian Fuchs.
Im Familienatlas 2007 sei die Stadt Amberg als „passive Region“ ausgewiesen. Im Gesamtranking sei die Stadt im Bundesdurchschnitt von Platz 131 auf 220 gefallen, ein Absturz um 89 Plätze! Besonders schlimm sehe es in den Bereichen „Wohnsituation und Wohnumfeld“, „Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt“, „Familie und Beruf“ sowie „Bildung und „Ausbildung“ aus. „Eine Schande, was die CSU samt OB hier hinterlässt!“, so Fuchs.
Weiterhin kritisierte der OB-Kandidat Fuchs mit scharfen Worten die Gleichgültigkeit des Amtsinhabers gegenüber den Bürgern. Vor der Wahl werde der Bürger von der CSU hofiert, während der Wahlperiode sei er zweitrangig. Anstatt mit dem Bürger zu reden, werde Verunsicherung und Angst verbreitet. Als konkrete Beispiele nannte Fuchs die Geschehnisse um die Hammermeisterstraße und die Housing Area.
So gleichgültig der OB gegenüber den Bürgern sei, so überheblich springe er auch mit den gewählten Stadträten um. Viele Dinge erführen die Stadträte aus den Medien, da OB Wolfgang Dandorfer es nicht für nötig halte, den Stadtrat zuerst zu informieren, so Fuchs. Und wenn Dandorfer informiere, dann könne man sich auf den Wahrheitsgehalt der Informationen nicht unbedingt verlassen, Beispiele hierfür seinen die Themen „Bürgerspital neu“ und „Housing Area“.
Besonders schlimm sei auch die Arbeitslosigkeit in Amberg .Obgleich die Entwicklung der Zahlen insgesamt positiv gewesen sei, habe die Stadt Amberg nach wie vor eine hohe Arbeitslosigkeit. In der Oberpfalz liege man bei 6,8 %. Schaue man sich diese Zahlen genauer an, so komme man der bitteren Wahrheit auf die Spur. Amberg profitiere lediglich statistisch von der hervorragenden Entwicklung des Landkreises. Während dort lediglich 5,8% Arbeitslose gemeldet seien, betrage die Arbeitslosenquote der Stadt Amberg 9,1%. Und dann werbe die CSU auch noch in einer Wahlbroschüre, dass sie zur Senkung der Arbeitslosigkeit in der Stadt Amberg beigetragen hätte. „Wenn das schon „viel erreicht“ sein soll, dann möchte ich nicht wissen, was bei den Schwarzen wenig ist! Der Oberbürgermeister hat auf diesem Gebiet total versagt“, betonte Fuchs.
Abschließend schwor Florian Fuchs die Anwesenden auf einen Wechsel nach der Wahl ein. Amberg sei reif für Veränderung und Amberg brauche die Veränderung. „Wir brauchen an der Stadtspitze endlich wieder einen Oberbürgermeister, der engagiert und transparent für die Bürgerinnen und Bürger arbeitet. Dieser Oberbürgermeister möchte ich sein!“