Michael Göth erläutert bei SPD-Mitgliederversammlung kommunale Entwicklung - Wahl
Sulzbach-Rosenberg. (phl) Die Herzogstädter Sozialdemokraten trafen sich beim Sperber zur Mitgliederversammlung. Auf dem Programm stand neben dem Redebeitrag von Bürgermeisterkandidat Michael Göth vor allem die Wahl der Delegierten zu den nächsten Kreis- und Unterbezirkskonferenzen. Göth erläuterte seine Ideen, wie Sulzbach-Rosenberg im Wettbewerb mit den anderen Kommunen für die Zukunft fit gemacht werden soll. Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart stellt er der Stadt ein positives Zeugnis aus.
Michael Göth wird nicht müde zu betonen, die Stadt Sulzbach-Rosenberg befinde sich auf einem guten Weg. Niedrige Arbeitslosigkeit und hohe Lebensqualität bei relativ geringen Lebenshaltungskosten seien der Beweis hierfür. In den bestehenden Industriegebieten wurden für neue Betriebe bereits zukünftige Industrie- und Gewerbeflächen geschaffen.
MH-Gelände nutzen
Nicht für sinnvoll hingegen hält Göth die Neuausweisung und Neuerschließung von Gewerbegebieten entlang der B 85. Auch wenn die Stadt hierauf keinen direkten Einfluss hat, wäre eher an eine Nutzung der 43 Hektar auf dem ehemaligen Maxhüttengelände zu denken.
Auch die Energiewende beschäftigt den Kandidaten der Sozialdemokraten. Der gelernte Umwelttechniker macht sich vor allem für energetische Sanierungen städtischer Gebäude und die Nutzung von Dachflächen für Photovoltaik stark. Gegen eine Nutzung des Schlackenberges habe er nichts, betonte Göth einmal mehr.
Derzeit sei es lediglich eine Kostenfrage, die das Nein der SPD begründet: "Solange nicht geklärt ist, ob sich die Stadt Sulzbach-Rosenberg an den Kosten für die Terrassierung beteiligen muss, bleibt das Nein der SPD hierzu stehen." Neben den wirtschaftlichen Voraussetzungen setzt Göth auch auf die sogenannten "weichen Standortfaktoren". Kulturelles Leben sei wichtig und müsse erhalten werden, so Göth. Auch Sulzbach-Rosenberg stehe in Zukunft vermehrt im Wettbewerb, junge Familien in die Stadt zu locken, die sich langfristig hier ansiedeln.
Hier zählen nicht nur der Arbeitsplatz, sondern eben auch Kultur- und Freizeitangebote in Punkto Lebensqualität. Auch was die Kinderbetreuung und den ab 2013 bestehenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz angeht, sieht er die Stadt vor großen Herausforderungen, die jedoch zu bestehen seien. Der Anfang sei bereits gemacht, jetzt gelte es, am Ball zu bleiben.
Ein klares Nein gab es von der SPD nochmals zur Zusammenlegung der städtischen Betriebe und dem Neubau auf der grünen Wiese. Die Sanierung an den bestehenden Standorten (Stadtgärtnerei und Bauhof getrennt) sei schon deswegen das einzig Sinnvolle, da dieser von der SPD favorisierte Vorschlag um satte 6 Millionen Euro günstiger sei, als die vom politischen Gegner ins Gespräch gebrachten Neubauvorhaben.
Aufgaben skizziert
An Göths Ausführungen schloss sich eine offene Diskussionsrunde an, in der Fragen an den SPD-Kandidaten gestellt werden konnten. Weiter stand noch die Wahl der Delegierten zu den Kreis- und Unterbezirkskonferenzen auf der Tagesordnung. Den Mittelpunkt markierte jedoch Göth, der ausführlich darlegte, weshalb er Bürgermeister werden wolle und welche Aufgaben er für dieses Amt in Zukunft kommen sieht.