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Hochwasserfreilegung Schmidmühlen

Veröffentlicht am 30.09.2005 in Kommunalpolitik

Ortstermin Schmidmühlen

“Schon unter Bürgermeister Manfred Puchta wurden die Hausaufgaben für die Hochwasserfreilegung Schmidmühlens gemacht" erinnerte SPD-Kreisvorsitzender Reinhold Strobl. Mit der Errichtung des Schlegelgrabens seien dazu erste Pflöcke gesetzt worden.

Mitglieder der SPD-Kreisvorstandschaft informierten sich auf Veranlassung von Bezirksrat Richard Gaßner über den Stand der Hochwasserfreilegung Schmidmühlens, für die der Bezirk als Bauträger zuständig ist. Während der Ort von der Vils her, erläuterte Gaßner, seit Jahrzehnten hochwasserfrei gewesen sei, werde der Ortskern “als Insel zwischen zwei Lauteracharmen" regelmäßig von Hochwassern heimgesucht. Nach dem Bau des Schlegelgrabens sei nun nach zähen Grundstücksverhandlungen die Hochwasserfreilegung Schmidmühlens mit Baubeginn im Frühjahr 2003 in Angriff genommen worden. Die Bauarbeiten würden sich über fünf Jahre erstrecken, wobei eine Fertigstellung vor dem Jahr 2008 erstrebenswert sei. Es handle sich, ging Richard Gaßner ins Detail, bei der gewählten Lösung um die Herstellung einer Flutmulde mit Dämmen und Schutzmauern, wobei das Abführen eines 100-jährlichen Hochwassers unter Zuschlag eines Freibords von mindestens einem halben Meter zu Grunde gelegt wurde. Im Bereich der Flutmulde, ergänzte er, sei das Ablösen und der Abbruch von drei Wohngebäuden einschließlich Nebenanlagen erforderlich gewesen. Die bestehenden Gewässerläufe, so führte er weiter aus, wurden unter Einbau von Verschluss- und Entlastungsanlagen erhalten. Unter- und oberhalb der bedeichten Flutmulde mit einer Länge von 795 Metern würden die Schutzanlagen bis zum Anschluss an hochwasserfreies Gelände weitergeführt.
Zusätzlich sei die Brücke über den Lauteracharm erneuert worden, in der Weiterführung eine neue Brücke über die Flutmulde errichtet. Die
Kreisvorstands- und Schmidmühlener Ortsvereinsmitglieder, waren vom optischen Gesamteindruck der Brücke und Uferbefestigung ebenso beeindruckt wie von den geschätzten Gesamtkosten der Maßnahme einschließlich Grunderwerb von 7,5 Millionen Euro. An den Baukosten von 6,5 Millionen Euro, so Bezirksrat Gaßner abschließend, beteilige sich der Freistaat Bayern mit 51 Prozent, wobei er jedoch durch die 50-prozentige Cofinanzierung der Europäischen Union nur noch ein Prozent zu tragen habe. 29 Prozent würden durch den Bezirk Oberpfalz bereitgestellt. Die auf den Markt Schmidmühlen entfallenden 20 Prozent der Baukosten könnten durch Kapitalisierung wie etwa Wartungsarbeiten erbracht werden. Im anschließenden gemeinsamen Gespräch wies Marktgemeinderat Helmut Rothmeier auf den Neubau des Hochbehälters bei Ofen und der Wasseraufbereitungsanlage, hin, wodurch die Bürger durch die Ergänzungsbeiträge belastet würden. Dies und auch der Kanalisationsneubau in Emhof mit Anschluss an die Kläranlage in Richtung Schmidmühlen, werde von der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat als notwendig erachtet und mitgetragen.

Auf Einladung von Bezirksrat Richard Gaßner (rechts) informierten sichvor Ort Mitglieder des SPD-Kreisvorstands mit Vorsitzendem Reinhold Strobl (Dritter von rechts) über den Stand der Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen. Im Hintergrund die erneuerte Brücke über den Lauteracharm und ihre Fortsetzung über die Flutmulde.

 

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