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Ich möchte Bürgermeisterin werden

Veröffentlicht am 03.03.2014 in Kommunalpolitik
Waltraud_Wahl

Ich möchte Bürgermeisterin werden, weil ich in der Gemeinde, in der ich geboren und groß wurde, politische Verantwortung übernehmen möchte , so Bürgermeisterkandidatin Waltraud Lobenhofer beim SPD-Wahlkampfauftakt im Sportheim des SV Luitpoldhöhe-Traßlberg. Gemeinsam mit allen Bewerbern für den Gemeinderat sei ein zukunftsweisendes Programm für Poppenricht erarbeitet worden, das es in den nächsten Jahren umzusetzen gelte.

Als wichtigsten Punkt nannte sie den sorgsamen Umgang mit Haushaltsmitteln, denn in den nächsten Jahren blieben die finanziellen Spielräume gering: Durch Rathausbau, Krippen, Dorferneuerung und viele kleinere Ma nahmen sei die Verschuldung der Gemeinde in den letzten sechs Jahren enorm angestiegen. "Investitionen, die wir nicht in Frage stellen und stets mitgetragen haben", betonte Lobenhofer.
Die SPD-Mannschaft mit ihr an der Spitze habe für die nächsten sechs Jahre folgende Schwerpunkte benannt: Lebensqualität für Jung und Alt, Energiewende von unten, Ortskerne entwickeln, Leerstände beseitigen, neues Infrastruktur erhalten, transparente Gemeindepolitik und interkommunale Kooperationen ausbauen. Bei dieser ersten SPD-Wahlveranstaltung ging Lobenhofer insbesondere auf das Thema Lebensqualität für Jung und Alt ein: "Wir verstehen darunter die Optimierung der Familienfreundlichkeit unserer Kommune durch Ausbau und Vernetzung der bestehenden Angebote." Mit dem AOVE-Projekt Alt werden zu Hause , der Taschengeldbörse, der Nachbarschaftshilfe und zahlreicher Angebote von Vereinen gebe es schon Unterstützungsmöglichkeiten für Senioren. "Aber hier dürfen wir nicht halt machen", forderte die Rednerin. Angesichts der steigenden Anzahl von Demenzerkrankten müsse auch in der Gemeinde gehandelt werden. Betreuungs- und Angehörigengruppen zu stärken, Beratungen zu forcieren .
"Aber irgendwann reicht dies alles nicht mehr aus. Die Wohnung ist zu groß , der Garten kann nicht mehr bewirtschaftet werden, Treppen sind nicht mehr zu steigen, die Dusche ist nicht barrierefrei und man will trotzdem aus dem sozialen Umfeld nicht weg", schilderte die Bürgermeisterkandidatin die schon zum Alltag gewordene aktuelle Lage. Deshalb trete sie und den SPD-Kandidaten dafür ein, ein Angebot für Senioren- oder Mehrgenerationenwohnen zu schaffen "aber nicht mit auswärtigen Investoren, sondern z. B. mit einer Bürgergenossenschaft", so Lobenhofer.

Auf die Jugend blickend forderte sie, Schultourismus dürfe nicht schon in der Grundschule beginnen. Deshalb sei der Erhalt des Grundschulstandortes enorm wichtig. Dazu biete das energetisch sanierte Gebäude beste Voraussetzungen. Doch ausreichend Räume in den Kindergärten, bedarfsgerechte Krippen, ein Skaterplatz, der Anziehungspunkt nicht nur für Poppenrichter Jugendliche ist all das dürfe nicht daran hindern, weiterhin in die Jugend zu investieren. Für den in Vereinen organisierten Nachwuchs gelte es, die Erhöhung der Jugendförderung nicht aus den Augen zu verlieren. Aber auch die Nichtorganisierten dürfen man nicht außer Acht lassen.

"Zur Lebensqualität", unterstrich Lobenhofer, "gehört auch eine gute Nahversorgung." Die Situation sei besonders für Bürger im Ortsteil Poppenricht unbefriedigend. Oberste Priorität werde deshalb die dortige Nahversorgung genießen. Ziel sei, einen Lebensmittelladen anzusiedeln. Kurzfristig wollen die SPD-Bürgermeisterkandidaten und ihre Kollegen auf der Gemeinderatsliste als Ergänzung zum Metzgerauto ein Lebensmittelauto folgen lassen oder einen regelmäßigen Markt an zentraler Stelle. Aber auch bei der Versorgung in Traßlberg bestehe seit dem Wegfall der Metzgerei Handlungsbedarf.

Schließlich gelte es, ein Augenmerk auf die Ausweitung der Freizeitangebote zu richten. Dazu zähle die Optimierung des Poppenrichter Bolzplatzes ebenso wie der Ausbau des Freizeitgeländes an der Vils beim Sportplatz des SVL Traßlberg. Abschließend stellte Lobenhofer die SPD-Gemeinderatsliste vor. Diese setze sich aus einer guten Mischung von Frauen und Männern mit hohem Engagement, gesundem Menschenverstand und dem nötigen Verantwortungsbewusstsein zusammen: Verschiedene Alters- und Berufsgruppen, erfahrene Leute ebenso wie Politikneulinge präsentierten Kompetenz, Erfahrungen und Innovationen: "Alle haben den Willen, mit Herz etwas zu verändern."

 

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