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Im Gespräch mit AsF-Vorsitzender Anette Karl

Veröffentlicht am 02.07.2007 in Veranstaltungen

Wer weiß eigentlich, dass noch in den 50er Jahren der Ehemann gegen den Willen der Frau deren Arbeitsverhältnis kündigen konnte? Wer weiß eigentlich, dass die Zugewinngemeinschaft erst in den 50er Jahren gesetzlicher Güterstand wurde? Seitdem, so die stellv. bayerische AsF-Vorsitzende Annette Karl bei einer Gesprächsrunde mit politisch engagierten Frauen, habe es zwar viele Fortschritte gegeben. Es sei aber auch noch viel zu tun. Nach wie vor seien z.B. Frauen auch in Führungspositionen in Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft unterrepräsentiert.

Bei der Gesprächsrunde im Sportheim in Hirschau, an der neben Kreisrätin Ute Bender auch der stellv. Bürgermeister Günther Amann und MdL Reinhold Strobl teilnahmen, ging es frauen- und familienpolitische Themen. Die Frauen, so Annette Karl, hätten zwar die besseren Schulabschlüsse, aber die niedrigeren Einkommen. Die Frauenerwerbsquote sei nach wie vor niedrig. Die Teilzeitarbeit sei weiblich und von der Altersarmut seien die Frauen am meisten betroffen. Besonders Kinder von Alleinerziehenden seien oft schon Sozialhilfeempfänger.

Die Frauen, so Karl weiter, arbeiteten oft in sozialen Berufen und seien damit schlechter bezahlt. Die Erwerbstätigkeit für Frauen sei unter dem Gesichtspunkt eines eigenständigen Lebens, einer eigenen Rente usw. sehr wichtig. Notwendig seien dafür mehr Arbeitsplätze für Frauen und mehr Kinderbetreuung. Auf die derzeitige bundesweite Debatte zur Familienpolitik eingehend lobte sie die Vorarbeit von Renate Schmidt, deren Konzepte von der jetzigen Familienministerin übernommen worden seien.

Eingehend auf die Bildungspolitik forderte sie so wie MdL Reinhold Strobl wohnortnahe Schulen, mehr Lehrer und mehr Sozialarbeit. Bildung dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Es müsse, so Karl schließlich, Schluss mit der Politik nur nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten sein. Der Mensch dürfe nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden. Studiengebühren lehnte sie kategorisch ab. Aufgrund der steigenden Steuereinnahmen forderten die Teilnehmer der Gesprächsrunde, mehr Geld für Bildung auszugeben.

Bild:
Unser Bild zeigt Annette Karl zusammen mit Kreisrätin Ute Bender, Stadträtin Helene Schwarz und Mathilde Strobl.

Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax. 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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