“Da ist die Gemeinde Kümmersbruck in einer Vorreiterrolle und der Stadt Amberg wieder um einiges voraus" fasste es der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks und Amberger Stadtrat Uli Hübner nach einem Infomations-gespräch zur Kinderganztagsbetreuung von Vorstandsmitgliedern mit den Verantwortlichen im Jugendhaus in der Vilstalstraße zusammen.
Und auch Norbert Müller als Leiter der für die Schul- und offenen Nachmittags-betreuung federführenden ISE GmbH bescheinigte der Gemeinde “Engagement und tolle Unterstützung", so dass es in Kümmersbruck möglich sei “vom Pamperskind bis 15-Jährigen" zu betreuen. Bereits seit Jahren werde eine weitere Öffnung der Kinderbetreuung im örtlichen SPD-Vorstand diskutiert, merkte dessen Vorsitzender Josef Flierl dazu an, der auf die steigende Zahl alleinerziehender Mütter verwies. “Das ist die Realität" ergänzte 3. Bürgermeister Manfred Moser, “. . . aber es steht und fällt auch mit den Personen die dahinterstehen". Mehr Kinder “auch aus Amberg" als aufge-nommen werden könnten , erläuterte Gaby Matulla, Leiterin des Kinder-gartens “St. Raphael", seien für die neu eingerichtete Kinderkrippe angemeldet worden. Diese solle Kindern von ein bis drei Jahren bestmögliche Betreuung, Förderung und Möglichkeit zu individueller Entwicklung bieten.
Pädagogisches Personal gestalte den Tagesablauf altersgemäß. “Das Familienumfeld hat sich verändert, viele Mütter sind darauf angewiesen zu arbeiten" fasste sie die Notwendigkeit der Kinderkrippe zusammen. Sie verwies darauf, dass diese als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Elternhaus als Grundlage für das Gelingen einer guten Entwicklung der Kinder zu sehen sei.
Die Ganztagsbetreuung an der Hauptschule in Kümmersbruck laufe kontinuierlich seit vier Jahren, verwies Norbert Müller auf die gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung. Auch die Grundschülerbetreuung sei angedacht, “aber hierzu müssten natürlich auch Mittel vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt werden". Großer Andrang herrsche, so konnte er berichten, für die offene Nachmittagsbetreuung. Drei pädagogisch geschulte Personen und eine Hauswirtschafterin seien derzeit eingesetzt. Dabei sei individuelle Ab- oder Anmeldung also neben monats- auch tageweises Buchen möglich. Gemeinsames Mittagessen, kurze Freizeit, danach Hausaufgabenzeit mit Kontrolle und Üben vor Proben und Freizeitgestaltung “nach alten Tugenden möglichst im Freien", dies sei der übliche Ablauf der offenen Nachmittagsbetreuung. “Wichtig bei der Betreuung ist uns, dass das Kind sich wohlfühlt, in seiner Entwicklung unterstützt wird, aber auch das Miteinander erlernt und neue Erfahrungern in der Gruppe sammelt" fasste Müller deren Ziele zusammen. Obwohl die Gemeinde Kümmersbruck die Räume dankenswerterweise miet- und kostenfrei zur Verfügung stelle, so Müller abschließend, “scheitert es leider am Geld, eine zweite Kraft zur Hausaufgabenbetreuung einzustellen".
Text zum Bild: “Wichtig ist uns, dass das Kind sich wohlfühlt und in seiner Entwicklung unterstützt wird" betonten Norbert Müller von der ISE GmbH (links) und Kindergartenleiterin Gaby Matulla (Dritte von links) gegenüber SPD-Unterbezirksvorsitzendem Uli Hübner, 3. Bürgermeister Manfred Moser und SPD-Vorsitzenden und Gemeinderat Josef Flierl (von links).