„Die schwarz-gelbe Bundesregierung fährt den Wagen an die Wand“ gab sich Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins im Gasthaus Dietz überzeugt.
80 Milliarden Neuschulden, dazu das Versprechen von Steuersenkungen und Westerwelles Klientelpolitik, „das werden in den kommenden Jahren die Kommunen ausbaden müssen.“
Die Infrastruktur werde auf der Strecke bleiben, Personal ob im Polizei- oder Justizvollzugsdienst aber auch an Schulen und Universitäten fehlen. Eine Börsenumsatzsteuer und die Einstellung von zusätzlichen Steuerprüfern würde einen Teil der Finanzprobleme lösen, gab sich Strobl überzeugt. Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden und die Ehrung langjähriger Mitglieder standen auf der Tagesordnung der Versammlung. Rückblickend ließ Vorsitzender Werner Scharl das abgelaufene Jahr Revue passieren.
Klausurtagung, Fraktions- und Vorstandssitzungen, Ortsbegehungen, Einsatz bei der Europa- und Bundestagswahl seien neben der Teilnahme am Politischen Aschermittwoch in Vilshofen und der Besichtigung von Windrädern hervorzuheben. Aber auch die Geselligkeit sei nicht zu kurz gekommen, so der Vorsitzende. Hier sei das Maifest am ehemaligen Baywa-Gelände, die Teilnahme am Dorffest mit einem Pilspavillon, an den Christbaumversteigerungen der DJK und in Wolfsbach, beim Ensdorfer Wandertag, an Jubiläen der SPD-Ortsvereine Kümmersbruck und Schnaittenbach aber auch das Vereinsschießen mit Geräuchertenessen sowie das Helferessen zu nennen.
Einen positiven Kassenstand konnte Marga Grosser vorlegen. Hart ins Gericht ging MdL Reinhold Strobl mit der Finanzpolitik der bayerischen Staatsregierung. Der Finanzierungssaldo, um den die laufenden Ausgaben die Einnahmen überstiegen, betrage 3459 Milliarden Euro, werde durch Entnahme aus den Rücklagen aufgebraucht:
„Bayern hat nichts mehr auf der hohen Kante.“ Das von der CSU verursachte Debakel der Bayerischen Landesbank werde den Haushalt, alleine durch die Zinsen Jahr für Jahr 305 Millionen Euro, über viele Jahre belasten, kritisierte Strobl.
Kürzungen des kommunalen Finanzausgleichs um 54 Millionen Euro gegenüber 2009 und Rückgang der Schlüsselzuweisungen sogar um 73 Millionen Euro heißt der auch wegen der Steuergesetzgebung von Schwarz-Geld im Bund angespannten finanziellen Situation der Kommunen für Strobl „ die bayerische Staatsregierung, CSU und FDP, lassen unsere Kommunen im Regen stehen und die blicken in ein schwarzes Loch.“
Es sei ihnen Ehre und Freude zugleich, betonten Vorsitzender Werner Scharl und Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl, verdiente Mitglieder auszeichnen zu können. So wurden Josef Koller für 30-jährige, August Berschneider und Margarete Grosser für 20-jährige, Wolfgang Reichert für 15-jährige und Hans Ram für 10-jährige Treue zur SPD geehrt.
Zum Bild: Für langjährige Treue zur SPD zeichneten Kreisvorsitzender MdL Reinhold Strobl und Vorsitzender Werner Scharl (hinten von links) Hans Ram, Josef Koller, Margarete Grosser, Johann Eichenseer, August Berschneider, und Wolfgang Reichert aus. Stellvertretender Vorsitzender Herbert Scharl (von links) gratulierte.