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Keine Änderungen bei Eingliederungshilfe für behinderte Menschen in Einrichtungen.

Veröffentlicht am 01.11.2006 in Bundespolitik

„Es bleibt beim Bruttoprinzip bei der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen“. Diese erfreuliche Nachricht konnte die SPD- Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder den örtlichen Trägern von Behinderteneinrichtungen mitteilen.

Aufgrund der abschließenden Beratungen des Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des SGB XII hatten Träger von Einrichtungen für behinderte Menschen die Befürchtungen geäussert, dass es Umstellungen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe geben würde. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Umstellung des Brutto- auf das Nettoprinzip bei der Eingliederungshilfe wird nun nicht umgesetzt. Ein entsprechender Änderungsantrag wurde mit der Union ausgehandelt.

Viele besorgte Briefe, u. a. von den Barmherzigen Brüdern Reichenbach, vom Diözesan- Caritasdirektor und der Lebenshilfe in Amberg, hatten deswegen die SPD- Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder erreicht.
Nun konnte sie in ihren Antwortschreiben die positive Nachrichten vermelden und damit die Befürchtungen und Sorgen der Träger ausräumen.

„Für die behinderten Menschen, die auf ambulante bzw. stationäre Eingliederungshilfe angewiesen sind, und für die Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe wird es keine Änderungen geben. Die Sozialhilfeträger bleiben dem Grundsatz nach in vollem Umfang vorleistungspflichtig. Behinderten Menschen muss eine umfassende Teilhabe in der Gesellschaft ermöglicht werden, dazu ist ein effizientes und leistungsfähiges System der Eingliederungshilfe notwendig“, so MdB Schieder.

Eine Umstellung des Brutto- auf das Nettoprinzip bei der Eingliederungshilfe hätte bedeutet, dass zukünftig nicht mehr die Sozialhilfeträger den von Sozialhilfe beziehenden Menschen mit Behinderung zu leistenden Eigenanteil für die Heimunterbringung einziehen müssten. Diese Aufgabe sollte durch die Gesetzesänderung auf die Träger der Einrichtungen übergehen. Das hätte eine Verlagerung von Verwaltungsaufwand von den Sozialhilfeträgern auf die Heime bedeutet.

"Wir haben uns mit der Union darauf verständigt, die Gesetzesänderung nicht mit zu tragen. Ich habe mich vehement dafür eingesetzt, dass wir hier eine gute Lösung hinbekommen. Das ist für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner in Behinderteneinrichtungen eine erfreuliche Nachricht", so MdB Marianne Schieder.

 

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