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Keine Aufträge für Oberpfälzer Firmen bei Millionenprojekt der US-Armee in Grafenwöhr

Veröffentlicht am 24.03.2007 in Landespolitik

Die Bauinnung Nordoberpfalz schlägt Alarm. Rund 650 Millionen Euro investiert die US-Armee in die Erweiterung der Garnison, 3.500 Soldaten und knapp 5.000 Familienangehörige werden durch die Truppenverlegung bis zum Jahr 2008 in Grafenwöhr erwartet.

Dieser Aufschrei der Bauinnung hat den SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl unverzüglich dazu bewogen, sich in einem Brandbrief an Innenminister Günther Beckstein (CSU), den künftigen bayerischen Ministerpräsidenten, zu wenden und um Hilfe für die Oberpfälzer Baubetriebe zu bitten.

Es schaue nämlich so aus, als ob die Oberpfälzer Betriebe bei der Vergabe der Bauarbeiten leer ausgehen und wenn überhaupt, nur Krümel für sie abfallen. An der Baustelle würden sich kaum Oberpfälzer Handwerker finden. Die Hürden bei der Vergabe seien für sie nicht zu packen. Bei fünf Millionen Euro würden die Los-Pakete anfangen. Für die mittelständischen Unternehmen sei dies nicht zu bewältigen.

Profiteure des Megaprojekts seien große Unternehmen, die die Arbeiten an Subunternehmen weitergeben. Diese würden vor allem Osteuropäer beschäftigen, die zum Mindestlohn von 10,30 Euro arbeiten. Davon müssten die Arbeiter Miete für die Container und weitere Abgaben an die Unternehmer bezahlen. Von den hunderten Beschäftigten würden nicht einmal zehn Prozent aus der Region kommen. So schildert es z.B. die Bauinnung und die Metallinnung Nordoberpfalz,

Noch vor zwei Wochen hätte Minister Beckstein bei einem Besuch im Münchner US-Konsulat noch die Auftragsvergabe in höchsten Tönen gelobt. Der Vorwurf der Bauinnung, so Strobl, gipfelt in dem Satz: „Beckstein blickt nicht in die Tiefe.“

Strobl fordert nun Beckstein dahingehend auf, seinen Einfluss geltend zu machen und darauf hinzuwirken, dass auch Oberpfälzer Betriebe und Arbeitnehmer die Chance bekommen, an der Großbaustelle Arbeit zu bekommen. Den pauschalen Vorwurf des stellv. Obermeisters der Metallinnung, Anton Korsche, "die Politik sei schuld, sie habe versagt", kann Strobl so allerdings nicht stehen lassen. Strobl: "Schuld können höchstens diejenigen haben, die von der Bau- und Metallinnung eingeschaltet wurden und bis heute nichts getan haben."

Bürgerbüro
Reinhold Strobl, MdL
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax. 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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