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Lebenshaltung - 2009 weniger Geld für Arbeitnehmer

Veröffentlicht am 04.04.2010 in Wirtschaft

Im Krisenjahr 2009 hatten die Arbeitnehmer in Deutschland weniger Geld in der Tasche. Die Reallöhne der Vollzeitbeschäftigten sanken nach einer am Donnerstag vorgestellten Auswertung des Statistischen Bundesamts im Schnitt um 0,4 Prozent.
Mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt von 42 392 Euro lag die Industrie knapp über dem Durchschnittswert aller Berufe von 41 468 Euro. Am meisten verdienten Angestellte von Banken und Versicherungen mit einem Jahresbrutto von knapp 58 500 Euro, während man sich im Gastgewerbe mit knapp 23 700 Euro begnügen musste.

Die höheren Tarifgehälter konnten sinkende Sonderzahlungen und Kurzarbeit beim Brutto zwar noch ausgleichen, den Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent mussten die Menschen aber aus eigener Tasche bezahlen.

2008 waren die Reallöhne noch um 0,4 Prozent gestiegen und das bei einer wesentlich höheren Inflationsrate von 2,6 Prozent. Damals waren aber die Bruttogehälter um 3,0 Prozent gestiegen und hatten so noch zu einem kleinen Plus bei der Kaufkraft geführt. Hauptgrund für die stagnierenden Bruttogehälter 2009 waren die stark zusammengestrichenen Sonderzahlungen, die im Schnitt aller Branchen um 6,2 Prozent zurückgingen. Angestellte von Versicherungen und Banken bekamen sogar 20 Prozent weniger Prämien und Boni.

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In weiten Teilen der Industrie schlugen die krisenbedingten Arbeitszeitverkürzungen durch. So sank die bezahlte Wochenarbeitszeit im Verarbeitenden Gewerbe binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent, berichtete das Statistik-Amt. Bei gleichzeitig gestiegenen Tariflöhnen sank die monatliche Grundvergütung so um 2,5 Prozent. Nicht berücksichtigt ist in der Rechnung allerdings das Kurzarbeitergeld, das als Sozialleistung die Verluste für betroffene Beschäftigte teilweise wieder ausgeglichen hat.

 

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