Zu einer Arbeitssitzung traf sich der SPD Kreisvorstand Amberg-Sulzbach im Bistro-Café Schloss-Treff in Hirschau. Zunächst erläuterte die Besitzerin Johanna Erras-Dorfner das Konzept des Schloss-Treffs. Ihre Idee war einen Treffpunkt zu schaffen, in dem das Thema Gesundheit das zentrale Element sei. Von gesunder Ernährung in Form von Lebensmitteln aus einem kleinen Bio-Laden oder Speisen aus dem Bistro über Beratungsangeboten bis hin zu kulturellen Angeboten dreht sich im Schloss-Treff alles um einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz. Uwe Bergmann dankte Frau Erras-Dorfner für die Vorstellung des Schloss-Treffs und wünschte Ihr viel Erfolg.
Im politischen Teil der Vorstandssitzung ging Kreisvorsitzender Uwe Bergmann auf den Wechsel an der Spitze der SPD ein. Martin Schulz als designierter Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender habe der SPD Auftrieb gegeben, stellte Bergmann fest.
Das sei auch im Kreisverband Amberg-Sulzbach mit einigen Neuaufnahmen deutlich zu spüren. Martin Schulz sein ein Mann, der die Kernthemen der SPD wie sozialer Zusammenhalt und eine gerechte Gesellschaft glaubwürdig vertrete. Mit seiner besonderen Art auf Menschen zuzugehen begeistere er viele, insbesondere junge Menschen. „Martin Schulz tut der politischen Landschaft insgesamt gut. Er versteht es viele Unzufriedene wieder in den demokratischen Prozess mit einzubinden. Das wird v.a. auch den Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln nehmen“, war sich Bergmann sicher. Der Verzicht von Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur und den Parteivorsitz der SPD wurde von allen Vorstandsmitgliedern einhellig als Schritt gewürdigt, der großen Respekt und Anerkennung verdiene.
Überrascht sei man hingegen vom Amtsverzicht des Landesvorsitzenden der BayernSPD Florian Pronold gewesen. Immerhin habe er auf der Landesvertreterversammlung im Dezember in Nürnberg bei der Reihung der SPD-Landesliste zur Bundestagswahl noch seinen Führungsanspruch für die kommenden Jahre bekräftigt.
Brigitte Bachmann freute sich darauf, dass bei der Neuwahl des Landesvorsitzenden die Parteibasis maßgeblich mit einbezogen werden soll. Falls mehr als ein Kandidat zur Wahl stünde, könnten alle Parteimitglieder über die oder den neuen Landesvorsitzenden abstimmen. Brigitte Bachmann rief alle Ortsvereine dazu auf, sich rege an diesem Prozess zu beteiligen.
In seinem Bericht aus dem Kreistag stelle Fraktionsvorsitzender Winfried Franz die Arbeit der Kreistagsfraktion vor. Die Fraktion lege großen Wert darauf, alle gesellschaftlichen Gruppen einzubinden. Mit Besuchen bei Vereinen, Verbänden und Firmen versuche man diese Verbindung zu stärken.
Bezirksrat Richard Gaßner stellte nochmals die Vorgänge um den Riedener CSU-Gemeinderat Haas heraus. Das Schweigen des CSU Landesverbandes und die Untätigkeit des CSU Kreisverbandes Amberg-Sulzbach hätten ihn sehr überrascht. Immerhin habe ein CSU Mitglied die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, an der die CSU ja beteiligt sei, ohne Ausnahme in einem sozialen Netzwerk als „Volksverräter“ bezeichnet. In diesem Zusammenhang habe er an den berühmten Ausspruch von Franz Josef Strauß denken müssen „Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“. Er hoffe, die CSU versuche hier nicht am rechten Rand zu fischen und potentielle AFD Wähler wieder einzufangen. Er hoffe, die CSU Führung könne sich noch zu einem klaren Machtwort durchringen und sich von Haas trennen.
Michael Rischke wies auf den politischen Aschermittwoch des Ortsvereins Ursensollen hin. Am 01.03.2017 werde im Gasthaus Reif, Ursensollen, ab 19:30 Uhr der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, MdB Martin Burkert, sprechen.
Marktrat Georg Söldner aus Rieden erinnerte an die traditionelle Veranstaltung des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach zum politischen Aschermittwoch in Vilshofen im Vilstal. In diesem Jahr habe man die Vizepräsidentin des bayerischen Landtags, Inge Aures, MdL, gewinnen können. Beginn der Veranstaltung im Gasthaus Ochsenwirt sei um 09:30 Uhr.
Uwe Bergmann lud alle Mitglieder des Kreisverbandes zu diesen Veranstaltungen ein und stellte klar: „Wer einen Aschermittwoch mit starken politischen Reden erleben will, muss nicht bis nach Niederbayern fahren.“