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MdL Maria Noichl (SPD) in Ensdorf

Veröffentlicht am 05.09.2009 in Veranstaltungen

„Vertrauensschutz muss gelten. Durch FFH (Flora-Fauna-Habitat) darf der Waldbesitzer, der seinen Besitz gut bewirtschaftet hat, nicht auch noch bis in die nächste Generation bestraft werden.“ Dies bekräftigte MdL Maria Noichl, agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, im Gespräch mit Vertretern der Forstbe-triebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach (FBG) und des BBV-Kreisvorstands.

Auflagen und Bewirtschaftungseinschränkungen durch FFH hatte FBG-Vorsitzender Gerhard Gradl beklagt, Geschäftsführer Uli Hausmann sprach gar von einer „schleichenden Enteignung.“ Dem Vorwurf der Einflussnahme von Naturschutzverbänden auf Ausschussentscheidungen aber hielt die Abgeordnete entgegen:

„Erinnern Sie sich. Aus 43 Prozent der Stimmen hat die CSU 50 Prozent der Sitze in jedem Ausschuss gemacht. Die entscheiden letztendlich.“ MdL Reinhold Strobl ist wie MdL Maria Noichl überzeugt:

„Das Ziel die Natur zu erhalten haben Waldbauern und Naturschützer. Mehr miteinander reden wäre notwendig.“ Zu BBV-Kreisvorstandsmitglied Josef Schönberger Aussage „wir haben in Bayern eine intakte Natur“ merkte Noichl an „aber mit Ecken und Kanten an denen es zwickt.“ Große Probleme sieht die Rosenheimer Landtagsabgeordnete bei den Schutzwäldern. Dem Gespräch war eine Besichtigung der durch die FBG betriebenen Heizanlage des Klosters vorausgegangen.

Geschäftsführer Uli Hausmann erläuterte dabei die Struktur der Forstbetriebsgemeinschaft und betonte „wir wollen die Produkte unserer 1600 Mitglieder bestmöglich vermarkten, zahlen ihnen einen guten Preis für gute Ware, stehen für eine positive Energiebilanz bei kurzen Anfahrtswegen.“ Probleme sehe er bei der Beratung der Waldbauern nach der Forstreform „wir haben dafür Personal eingestellt.“ Zudem sei durch die Wirtschaftskrise „der Holzpreis in den Keller gefallen, aber unser Per-sonal mussbezahlt werden.“ Die Nachfrage stagniere, die Abgabe-freude der Waldbauern sinke.

Die Forstreform, kritisierte dazu MdL Maria Noichl, könne und dürfe nicht bewirken, „dass nur noch an das gedacht wird, was man aus dem Wald rausholen kann.“ Beratung und Pflege gehörten ebenso wie der pädagogische Bereich etwa „Kinder den Wald erleben lassen“ zum Auftrag der Bayerischen Staatsforsten.

Aber, so beklagt sie, „die Förster können nur noch Schreibtischarbeit machen – der Wald kann und darf doch nicht das Girokonto der Bayerischen Staatsregierung sein.“ Die Bedeutung des Waldes für das Grundwasser werde in Zukunft noch steigen, ist BBV-Kreisvorstandsmitglied Josef Schönberger überzeugt. Kloster-Verwaltungleiter Jürgen Zach, verwies auf Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) und die Umweltstation des Klosters, betonte „Die Fördergelder für die Umweltstation sind gut angelegt.“

Von Maria Noichl aber musste er hören „die Grausamkeiten werden erst nach der Wahl kommen.“ Zach hatte auch durch die St. Jakobs-Kirche mit den Deckenfresken von Cosmas Damian Asam geführt. Er verwies dabei auf die lateinische Inschrift „Pulchrior ut surgat“ („Sorgt dafür dass es schöner wird“) in einem Medaillon, „die wir uns als Motto genommen haben.“

Zum Bild:
Jürgen Zach (rechts), Verwaltungsleiter des Klosters, führte MdL Maria Noichl (Zweite von links), MdL Reinhold Strobl (Zweiter von rechts) und die Diskussionsteilnehmer durch die St. Jakobs-Kirche mit den Deckenfresken von Cosmas Damian Asam.

Mit Vertretern der Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach (FBG) und des BBV-Kreisvorstands diskutierten die SPD-Landtagsabgeordneten Maria Noichl und Reinhold Strobl Probleme der Waldbauern.

Mit FBG-Vorsitzendem Gerhard Gradl, FBG-Geschäftsführer Uli Hausmann, BBV-Kreisvorstandsmitglied Josef Schönberger und dem Verwaltungleiter des Klosters Jürgen Zach diskutierten die SPD-Landtagsabgeordneten Maria Noichl und Reinhold Strobl (von rechts) Probleme der Waldbauern.
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