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Mindestlöhne im Postgewerbe lange überfällig

Veröffentlicht am 08.09.2007 in MdB und MdL

MdB Marianne Schieder und MdL Reinhold Strobl begrüßen die Einführung von Mindestlöhnen im Postgewerbe.

Die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder und der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl haben den von ver.di und dem Arbeitgeberverband Postdienste ausgehandelten Mindestlohn für die Postbranche ausdrücklich begrüßt: "Ein Mindestlohn war lange überfällig. Das wird auch den Beschäftigten des Postgewerbes in der Region Schwandorf - Cham zu Gute kommen, damit diejenigen, die Vollzeit arbeiten, von ihrer Arbeit auch gut leben können. Nach den Gebäudereinigern und dem Baugewerbe ist dies die dritte Branche, in der wir Mindestlöhne einführen."

Mit einem gesetzlichen Mindestlohn werden nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von menschenunwürdigen Niedrigstlöhnen geschützt. Er stärkt auch Unternehmer, die ihren Mitarbeitern faire Löhne für gute Arbeit zahlen wollen, sich aber derzeit einem gnadenlosen Lohndumpingwettbewerb ausgesetzt sehen.

Besonders wichtig ist es für die gewerkschaftlich organisierte SPD-Politikerin, dass mit der Einigung das Lohndumping im Postgewerbe beendet wird: "Schon heute gibt es im Bereich der Postdienstleistungen einen harten Konkurrenzkampf mit starkem Druck auf die Löhne. Die durchschnittlichen Entgelte bei den neuen Briefdienstleistern liegen zwischen 30 Prozent und 60 Prozent unter den Löhnen der Deutschen Post AG. Die Menschen, die zu solchen Dumpinglöhnen arbeiten müssen, haben Anspruch auf aufstockendes Arbeitslosengeld II, wenn sie von ihrem Einkommen sich und ihre Familien nicht ernähren können. Manche neuen Briefdienstleister finanzieren sich also zum Teil über soziale Transfers, die von allen Steuerzahlern aufgebracht werden müssen. Das ist nicht länger hinnehmbar."

Außerdem halte die SPD grundsätzlich weiter an der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns fest und werde dieses Thema zum Gegenstand des nächsten Bundestagswahlkampfes machen, so MdB Marianne Schieder.

Die Bundesratsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes befürwortet deshalb MdB Marianne Schieder in aller Deutlichkeit. Die Bundesratsinitiative sei nötig, um den Druck auf die Union zu erhöhen. „Nach wie vor ignoriert die Union, dass rund 2,5 Millionen Menschen zu Löhnen arbeiten, die weniger als die Hälfte des Durchschnittslohns betragen. Die Union lässt auch die rund 600.000 Menschen im Stich, die trotz ordentlicher Berufstätigkeit auf ergänzende staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Eine solche Missachtung haben diese Menschen nicht verdient“, betont MdB Marianne Schieder.

 

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