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Mitgliederversammlung-SPD OV Kümmersbruck

Veröffentlicht am 01.05.2006 in Kommunalpolitik

„Wir haben gemeinsam vieles auf den Weg gebracht“ hob Vorsitzender Josef Flierl bei der öffentlichen Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins im Sportzentrum Kümmersbruck „das vernünftige Miteinander“ im Gemeinderat hervor.

Das gemeinsam erarbeitete Ortsentwicklungskonzept gelte es nun mit den Bürgern zu diskutieren. Dass er neben zahlreichen Interessierten auch Ehrenbürger Volkmar Krauss begrüßen und an die Neumitglieder Carsten Ernstberger und Florian Könner die Mitgliedsbücher überreichen könne, freue ihn sehr. „Wir wollen nach innen wachsen, die Qualität anheben und nicht nur Wohnort sondern Heimat sein“ betonte Bürgermeister Richard Gaßner. Dazu gehöre ebenso wie das Sozialpolitische auch der demographische Faktor. Deshalb seien Fachmeinungen eingeholt, im Lenkungsausschuss des Gemeinderates diskutiert worden und auch auch viele Bürgermeinungen eingeflossen, „. . . denn es ist uns wichtig das Ohr am Bürger zu haben“. Rückblickend erinnerte Gaßner an die seit 1990 in die Wasserversorgung investierten rund fünf Millionen Euro, die Investitionen in Abwasserbeseitigung, Kläranlage, die Stege bei der Utzhütte und am Theuerner Vilsanger, in die Steganrampung an der Bayernwerkstraße. Neben dem Radwegebau Richtung Amberg und ins Vilstal sei der Bau der Kindergärten Theuern, Schulstraße und St. Antonius „eine Riesenherausforderung“ gewesen.
Wohnen und arbeiten nahm breiten Raum in Gaßners Ausführungen ein. Ein deutlicher Bevölkerungszuwachs sei mit der Anpassung der Infrastruktur einhergegangen, jedoch müßte in Zukunft bei Neubaugebieten das Augenmerk auf „sozialverträgliche Preise und familienpolitische Hilfestellungen“ gelegt werden, wozu das Ortsentwicklungskonzept neue Ansätze bringe. „Nicht nur Schlafstätte sondern auch Arbeitsort³ solle die Gemeinde sein, wies er auf “die richtige Entscheidung“ bei der Ausweisung des Gewerbegebiets Theuern hin, für das die Gemeinde 1,3 Millionen Mark aus eigenen Steuermittel eingebracht habe. Neben den im Gemeindebereich angesiedelten Betrieben mit
2497 im Jahr 2003 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der Bundeswehr als wichtigem Wirtschaftsfaktor sei auch die Gemeinde mit etwa 80 Beschäftigte und Auszubildenden Arbeitgeber. Als Aktivposten im Gemeindeleben, so Gaßner weiter, seien die Vereine zu bezeichnen, von denen viele mit finanzieller Begleitung der Gemeinde eigene Vereinshäuser erstellt hätten. Größte Herausforderung, so Gaßners Blick in die Zukunft, werde die Westumfahrung sein, die bei 80-prozentiger Beteilung des Freistaats Bayern noch etwa drei Millionen Euro aus der Gemeindekasse erfordere. Dem Ausbau der AS 23 auf der bisherigen Trasse erteile er eine klare Absage. „Vieles haben wir im Naherholungsbereich und Wohnwert auf den Weg gebracht“ so Gaßner, weitere Schwerpunkte im Gemeindeentwicklungsplan seien der Dorfplatz/Zu den Linden mit Städtebauförderung,der Verbindungsweg Brücke Haselmühl ­ Alte Kläranlage, der Radwegeverbindung Kümmersbruck-Engelsdorf und die Anbindung der AS 27 an die Franzosenäcker. Unwetter- und Hochwasser-schutz „eine Herausforderung für unsere Hilfseinrichtungen“, die Erweiterung des Gewerbegebiets Theuern bei Bedarf, die Agenda 21, die Unterstützung der Vereine sowie die Zusammenarbeit mit den Kirchen insbesondere bei der Kindergarten- und Jugendarbeit „eine Superleistung, da ist das Geld gut angelegt“, waren weitere Themen. Auf die Schulpolitik „wir wollen unseren Kindern eine gute Bildung mit auf den Weg geben“ und die Interkommunale Zusammenarbeit „aber auf gleicher Augenhöhe“ sprach Gaßner an. Harte Kritik übte er abschließend an der Finanzpolitik des Freistaats gegenüber den Kommunen. Kürzungen bei der Schülerbeförderung, der Schlüsselmasse um 35 Millionen Euro und beim ÖPNV „. . . das hat Auswirkungen“. Auswirkungen auf Kümmersbrucks Gewerbesteuer habe auch der Verkauf des Bayernwerks durch den Freistaat, „soweit schlägt die Privatisierungswelle des Edmund Stoiber durch“ klagte er.

zum Bild: SPD-Vorsitzender Josef Flierl (rechts) freute sich Florian Könner und Carsten Ernstberger (von rechts mit Mappe) als Neumitglieder begrüßen zu können. Fraktionsvorsitzender Werner Cermak und Bürgermeister Richard Gaßner (von links) gratulierten.

 

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