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Mittelschule – das Ende der wohnortnahen Hauptschule

Veröffentlicht am 06.10.2009 in Bildung

Bürgermeister bekommen den „Schwarzen Peter“ zugeschoben

Als Mogelpackung bezeichnet der Oberpfälzer Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl den Vorstoß der Staatsregierung, Hauptschulen – wie im Pilotlandkreis Amberg-Sulzbach - in Schulverbünden zusammenzufassen und zu so genannten Mittelschulen aufzuwerten. „Damit wird durch die Hintertür der wohnortnahen Hauptschule der Garaus gemacht.“
Im Papier des Kultusministeriums wird von Verbünden mit 300 Schülern gesprochen. Bei den Veranstaltungen vor Ort gehen das Schulamt und die Regierung inzwischen von notwendigen 700 Schülerinnen und Schülern in einem Verbund aus.

Den Hauptschulen bleibt nichts anderes übrig, als sich in den angeblich freiwilligen Schulverbünden zusammenzuschließen, wodurch die Schülerinnen und Schüler von ihrem Wohnort zu einem anderen Schulstandort gefahren werden müssen. "Mit dem propagierten Zweck der ganzen Sache, die Schule am Ort zu erhalten, hat das nichts zu tun“, so Strobl, der Mitglied des Bildungsausschusses des Landtags ist und dessen Stimmkreis ein Pilot-Landkreis ist: „Den schwarzen Peter bekommen die Bürgermeister, die künftig die Entscheidung über die Auflösung bzw. den Erhalt der Schule im Schulverbund treffen müssen.“

In einem Informationsschreiben zu Mittelschule, Dialogforen und Schulverbünden hatte das Kultusministerium klar gestellt, dass Hauptschulen, die gewisse Bildungsangebote aufweisen können, zu Mittelschulen umetikettiert werden; ebenso all diejenigen kleinen Schulen, die sich freiwillig zu Schulverbünden zusammenschließen und bei denen die Schüler zwischen den Lehrangeboten pendeln müssen. „Wenn sich da eine Schule entschließt, nicht an dem angeblich freiwilligen Unterfangen Teil zu nehmen, fällt sie hinten runter. Die Schüler können an ihr keinen höher qualifizierten Abschluss erlangen und werden dann lieber an eine entfernte Mittelschule oder gleich an die Realschule gehen. Damit wäre die Hauptschule am Ort, die nicht am Verbund teilnimmt und eigenständig bleiben möchte, am Ende. Der angeblich gewünschte Erhalt der wohnortnahen Schule wird damit ad absurdum geführt“, betont Strobl.

In einer Anfrage will Strobl nun von der Staatsregierung Auskunft über die bei den ersten Gesprächen aufgetretenen Fragen. Er befürchtet, dass die Vorschläge des Kultusministeriums genau zum Gegenteil dessen führen, was hier angeblich angestrebt werden soll. „Das Ganze macht wieder einmal einen höchst unausgegorenen Eindruck. Wie soll das mit den Verbünden denn rein organisatorisch laufen?“ fragt Strobl. „Wie ist das mit dem Transport der Schüler? Wie ist das mit den Kosten für die Kommunen? Wie sollen die Dialogforen laufen, wenn unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen? Was ist mit dem zusätzlichen Verwaltungsaufwand? Wie viele Hauptschulen soll es denn dann noch geben und wie sehen die dann aus? Wie sieht es mit der Zuteilung der Lehrerstunden oder der Anzahl der Pflichtstunden aus, wenn das Angebot erweitert wird? Da stehen viele Fragen im Raum, die unbeantwortet sind.“
„Warum braucht man eigentlich vier Bildungswege, die zum gleichen Abschluss, der Mittleren Reife, führen: Die Realschule, die Wirtschaftsschule, den M-Zug und die Mittelschule?“ fragt sich Strobl und mit ihm die Eltern. Er teilt auch die Einschätzung des CSU-Ehrenkreisvorsitzenden, welcher vor kurzem sagte: „Wer glaubt, die Schaffung von Schulverbünden und das Umbenennen der „Haupt- in Mittelschule“ sei ein Wundermittel zum dauerhaften Erhalt der noch existierenden Hauptschulstandorte, wird früher als er denkt auf den Boden der Tatsachen herabgeholt werden!“ Auf die Antwort der Staatsregierung kann man gespannt sein.

Hintergrund:
Es gibt in Bayern in jedem Regierungsbezirk einen Pilot-Landkreis. Dort sollen die Dialogforen stattfinden und sind zum Teil schon gestartet. Im Landkreis Amberg-Sulzbach fanden bereits die ersten Gespräche statt.

Oberbayern: Landkreis Mühldorf/Inn und Miesbach
Niederbayern: Landkreis Freyung-Grafenau
Oberpfalz: Landkreis Amberg-Sulzbach (MdL Reinhold Strobl)
Oberfranken: Landkreis Forchheim
Mittelfranken: Landkreis Nürnberger Land
Unterfranken: Landkreis Miltenberg
Schwaben: Landkreis Augsburg

 

Homepage SPD Unterbezirk Amberg

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