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Offen werden für Verbesserungen

Veröffentlicht am 04.11.2007 in Bildung

Ziel der neuen Schulstruktur in Rheinland-Pfalz:

Förderung der Chancengleichheit und Durchlässigkeit

Die Einführung der R 6 und der Rückgang der Schülerzahlen hat nicht nur in der Oberpfalz, sondern bayernweit Auswirkungen auf die Schullandschaft vor allem in ländlichen Regionen. In Bayern, so MdL Reinhold Strobl (SPD) wurden seitdem nicht nur Teilhauptschulen, sondern auch Hauptschulen geschlossen. Neue wohnortnahe Schulmodelle werden in Bayern nicht zugelassen. Bayern hält an seinem gegliederten Schulsystem fest, auch wenn selbst von CSU-Ministern schon Zweifel geäußert wurden und es in weiten Teilen des Landes (z.B. in der Oberpfalz) wohnortnah nur noch Grundschulen gibt.

Ganz anders dagegen jetzt in Rheinland-Pfalz. Dort wird � wie MdL Reinhold Strobl mitteilt - das Angebot an weiterführenden Schulen neu gestaltet. Ab dem Schuljahr 2009/2010 wird es neben dem Gymnasium und der Integrierten Gesamtschule (IGS) einen neuen Schultyp geben: die Realschule plus. Diese halten sowohl ein Angebot für Schülerinnen und Schüler des Real- als auch des Hauptschulbildungsgangs vor. Spätestens 2013/14 werden dann die bisherigen eigenständigen Hauptschulen in diesen Schultypus übergegangen sein.

Die demografische Entwicklung und das veränderte Bildungswahlverhalten von Eltern werde damit aufgegriffen. Rheinland-Pfalz will, so hat der SPD-Bildungspolitiker aktuell erfahren, das wohnortnahe Bildungsangebot sichern, die Durchlässigkeit innerhalb des Schulsystems weiter erhöhen und damit für mehr Chancengleichheit sorgen. Die jetzt vorgelegten Leitlinien sollen die Städte und Landkreise bei der Schulentwicklungsplanung unterstützen, dem Hauptschulbildungsgang neue Perspektiven eröffnen, ein längeres gemeinsames Lernen ermöglichen und den Schülerinnen und Schülern zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten anbieten. Ziel sei es, den Schulträgern und ihren Gremien Chancen zu eröffnen, ihre Schullandschaft zukunftssicher und regionalbezogen zu gestalten.

Zusätzlich sei das Projekt "Keiner" ohne Abschluss gestartet worden. Um die pädagogischen Voraussetzungen weiter zu verbessern, sei zudem für die neu entstehenden Realschulen plus in der verbindlichen gemeinsamen Orientierungsstufe eine maximale Klassengröße von 25 Schülerinnen und Schülern vorgesehen. In Bayern, so Strobl, strebe die CSU "keine Klassen über 33" an. Auch längeres gemeinsames Lernen werde ausgeweitet, Eltern hätten die Wahl zwischen integrativen und kooperativen Systemen und nicht zuletzt werden für den Hauptschul-Bildungsgang neue Perspektiven eröffnet.

Das ehrgeizige Ziel, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu guten und höheren Bildungsabschlüssen zu führen, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken und den Zugang zu den Hochschulen zu verbreitern, wird von Strobl begrüßt. Dieser würde sich wünschen, dass Bayern beweglicher würde, auch einmal über die Landesgrenzen hinweg sich Anregungen hole, offener für Verbesserungen und neue Schulmodelle werde und diese auch einmal zulasse. So wie die Ganztagsschule früher von der CSU verteufelt wurde, so werde sie sich auch nicht ewig notwendigen Änderungen verschließen können. Schließlich gehe es in der Bildungspolitik nicht um die Pflege von individuellen Ansichten, sondern um die Zukunft von Kindern und Jugendlichen.

Bürgerbüro:
Reinhold Strobl, MdL (SPD)
Birkenweg 33
92253 Schnaittenbach
Tel. 09622 - 70 36 36
Fax. 09622 - 70 36 35
Internet: www.reinhold-strobl.de

 

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